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Von Opel Corsa GSi bis Porsche 964

Diese Oldtimer bekommen 2018 ein H-Kennzeichen

Mercedes W 126 500 SE 1988 Foto: Mercedes 32 Bilder

Im kommenden Jahr knacken wieder einige Autos die 30er-Marke und qualifizieren sich somit für ein H-Kennzeichen. Wir haben die coolsten Anwärter ausgesucht. So viel vorab: 2018 wird ein heißes Jahr in der Oldie-Szene.

11.11.2017 Patrick Lang, Andreas Of

Okay, den Ferrari F40 vom vergangenen Jahr zu toppen, ist wirklich keine leichte Aufgabe – wir versuchen es trotzdem, denn auch für 2018 braut sich an der H-Kennzeichen-Front einiges zusammen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Aston Martin V8 Zagato Volante? Wobei der vermutlich selten zu sehen sein wird; es wurden nur 25 Exemplare gebaut.

Audi bringt den V8

Was Audi da in den Ring schickt, ist schon etwas greifbarer. Zwei Modelle dürfen sich ab 2018 mit den in Blech gedrückten Oldtimer-Insignien schmücken: Mit dem Coupé (B3) schickte Audi eine schicke Variante des 80 auf's Parkett. Außerdem brachte der neue V8 Allrad und Audi in die Luxusklasse. Die Limousine war mit 21.000 gebauten Einheiten schon zum Produktionsende selten, heute ist sie es erst recht: Nur noch gut 1.000 der ehemaligen Flaggschiffe waren am 1.1.2017 beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) registriert.

Audi V8 (Typ 4C) KaufberatungVollverzinkter Langläufer

Richtig selten: Fiat Tipo, Kadett GSi 16V

Noch seltener sind einstige Massenmodelle geworden, die 2018 ebenfalls ihren 30. Geburtstag feiern: Der Fiat Tipo ist so selten geworden, dass ihn das KBA noch nicht einmal im Bestand aufführt – jene Tipo, die dort registriert sind, stammen aus der seit 2015 gebauten Generation. Mitte Dezember 2017 war die Zahl der auf einem Online-Marktplatz registrierten Ur-Tipo einstellig. Kadett E werden deutlich häufiger angeboten, einen originalen GSi 16V in einem guten Zustand zu finden, gleicht jedoch einem Glückstreffer.

Warum ein H-Kennzeichen?

Für alle, die grade nicht so im Thema sind, hier ein kleiner Fakten-Überblick: Um ein H-Kennzeichen zu erhalten, muss die Erstzulassung mindestens 30 Jahre her sein und das Fahrzeug sollte sich weistestgehend im Originalzustand befinden. Also keine verbastelten Tuning-Gesellen-Stücke, sondern wenn, dann zeitgemäße Modifikationen mit Teilen aus der richtigen Epoche. Schließlich geht es hier um Wahrung automobilen Kulturguts.

H-Kennzeichen Saison 2017 Foto: Patrick Lang
Das H-Kennzeichen sorgt nicht nur für einen fixen jährlichen Steuersatz von 191 Euro, sondern kann jetzt auch mit einem Saison-Kennzeichen kombiniert werden.

Was in den ersten zehn Lebensjahren des Autos umgebaut wurde, wird vom Prüfer zumeist durchgewunken. Warum aber sollte man sich diese zusätzliche Untersuchung überhaupt antun? Dafür gibt es mehrere Gründe, besonders in der aktuell vorherrschenden Debatte um Fahrverbote, Feinstaub und Umweltzonen. Hat ihr Wagen das H-Kennzeichen an Heck und Bug, dürfen auch Umweltzonen befahren werden, ohne dass eine Schadstoffplakette notwenig wäre. Außerdem werden die Fix-Kosten beim Finanzamt gedeckelt. 191 Euro sind es dann pauschal pro Jahr, ungeachtet der Motorgröße. Im Umkehrschluss lohnt sich die Oldtimer-Kennzeichnung also nicht für alle Autos im Mindestalter von 30 Jahren. Nämlich dann nicht, wenn sich durch Leistung und Hubraum ein geringerer Steuerbetrag ergibt. Allerdings profitiert ein Auto als Oldtimer auch in puncto Versicherung. Für Oldtimer gibt es spezielle Tarife, ja sogar spezielle Versicherungsanbieter, die Ihre Leistungen präzise auf die Kfz-Senioren abstimmen.

BMW 5er E34 wird 30 Jahre alt

BMW entlässt eine richtige Ikone in ihre 30er: Der 220 PS starke E30 M3 Evolution II feiert seinen runden Geburtstag im kommenden Jahr. Zur Party kommen auch die 5er-Limousine aus der E34-Baureihe, inklusive M5. Als Türsteher könnten drei dicke Ami-Schlitten verpflichtet werden. Die Corvette C4 als 35th Anniversary-Edition, der Cadillac Seville mit 4,5-Liter-V8 (übrigens das erste Serienauto der Welt mit quer eingebautem V8) und der Ford Mustang Serie III mit Fünfliter-V8 und 228 PS.

BMW 525i (E34)Zeitlos wie ein Nadelstreifen-Anzug

War noch nichts für Sie dabei? Dann legen wir noch eine Schippe drauf: Jaguar lässt sich das XJ Cabriolet mit einem Oldtimer-Kennzeichen veredeln und repräsentiert in dieser Aufstellung damit Großbritannien. Und einen gäbe es da noch, der sicher häufiger in der Szene auftauchen wird: der Porsche 911 aus der Baureihe 964 als Carrera 4. Dass das Ende der Fahnenstange in Sachen H-Kennzeichen 2018 hier noch lange nicht erreicht ist, sehen Sie in unserer Bildergalerie. Viel Spaß beim Planen der Klassiker-Kaufs.

Neuester Kommentar

fehler korrigieren ist immer gut, dann aber bitte richtig:

der alpina b10 e34 hatte bei seiner präsentation 1988 einen 3.5 liter sechszylinder, später den biturbo auf der selben basis.
erst 1993 kam der alpina b10 e34 mit 4,4 v8 und spielt aufgrund seines 'jugendlichen' alters hier noch keine rolle!

recherche ist keine kunst!

mannmithund 14. November 2017, 11:46 Uhr
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