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Renault Clio Grandtour & Renault Kangoo

Kombi oder Kasten? Familienautos im Profil

Renault Clio Grandtour, Renault Kangoo Foto: Stephan Lindloff

Renaults Modellpalette mangelt es nicht an Familienautos. In der Preisklasse um 16.000 Euro überschneidet sich das Angebot: Clio Grandtour oder Kangoo - welcher ist das bessere Auto fürs Familienleben?

Während es der Kombi nach seinem langen, steinigen, immer gern beschworenen Aufstiegskampf zu gesamtgesellschaftlicher Akzeptanz gebracht hat, haftet dem Kastenwagen noch ein revoluzzeriges Image an. Als habe er anno 68 zwischen ein bisschen freier Liebe in Paris auch ein paar Straßensperren errichtet. Zum wenig bürgerlichen Ansehen trug wohl auch die Selbstironie bei, mit der Renault 1997 den Kangoo I bewarb - der Spot thematisierte die intime Beziehung zwischen dem Kangoo und einem Nashorn.

Der Kangoo bunkert maximal 2.688 Liter

Trotzdem sind Kastenwagen die Flügeltürer, von denen Familien träumen. Hinter seiner geteilten Heckklappe bunkert der Kangoo maximal 2.688 Liter - weniger als die Hälfte davon packt der Clio Grandtour trotz fast identischer Länge. Während man sich beim Anblick des Clio-Laderaums fragt, wie man einen Kinderwagen am besten unterbringt, fragt man sich beim Kangoo eher, wie viele da wohl reinpassen. Dabei zählt der Grandtour durchaus zu den geräumigen Kleinkombis, schafft mit etwas Umstand eine beinahe ebene Ladefläche, erleichtert das Einpacken durch seine niedrige Ladekante und verstaut sein Abdeckrollo Platz sparend im Zwischenboden.

Die seitlichen Schiebetüren des Kangoo sind enorm praktisch

Was nichts daran ändert, dass der Kangoo für den Clio in allen Ladekriterien unerreichbar bleibt: Die auch für drei Erwachsene zumutbaren Rücksitze des Kastens tauchen mit zwei Handgriffen komplett in den Boden ab, optional legt sich zusätzlich der Beifahrersitz flach. Durch die fast 33 Zentimeter üppigere Außenhöhe und die hoch positionierte Rückbank können Kindersitze viel einfacher montiert und der Nachwuchs angeschnallt werden als im Clio. Daran haben beim Kangoo die enorm praktischen seitlichen Schiebetüren Anteil, die selbst in engen Parklücken verrenkungsfreien Zugang zum Fond erlauben. Viele clevere Details - ein zusätzlicher Rückspiegel für den Fahrer, um die Kinder auf der Rückbank im Blick zu halten, Klapptischchen oder eine Vielzahl an Ablagen - erleichtern den Alltag im Kangoo.

Der Kangoo kann sein lasterhaftes Wesen nicht verbergen

Dagegen kommt der Clio Grandtour nicht an. Er kann nie verheimlichen, dass er eben nur ein etwas geräumigerer Kleinwagen ist. Im positiven Sinn fällt das bei der Handlichkeit auf. Enge Straßen, in denen der bullige Kangoo schon um seine Außenspiegel fürchten muss, durchwuselt der schmalere, viel handlichere und agilere Clio locker. Grundsätzlich kann der Kangoo sein lasterhaftes Wesen nicht ganz verbergen: Das Fünfganggetriebe hakelt, die Geräuschdämmung lässt sich leicht vom Motor überdröhnen - und das Handling? So etwas spielte im Lastenheft wohl keine große Rolle. Serienmäßiges ESP und seitliche Kopfairbags auch nicht, was bei einem Familienauto einer Firma wundert, die sonst dem Thema Sicherheit viel Aufmerksamkeit verschafft.

Der Kangoo ist rund 3.200 Euro teurer als der Clio Grandtour

Es sind nicht die einzigen Lücken in der Ausstattung des Kangoo. Als 1.6 16V Expression, angetrieben von einem ausreichend temperamentvollen, aber nicht sehr sparsamen 106-PS-Benziner, kommt er nur gegen Aufpreis mit Klimaanlage und CD-Radio. Beim Clio Grandtour 1.2 TCe Dynamique mit dem 100 PS starken, kultivierten und temperamentvollen Turbobenziner gehört all das zur Standardausrüstung, dazu noch Nebensächliches wie elektrische Außenspiegel und Leichtmetallräder. Deutlich höher als die Differenz bei den Basispreisen der beiden Versionen - 16.450 Euro für den Kangoo, 16.300 für den Clio - fällt so der Unterschied bei vergleichbarer Ausstattung aus: Damit kostet der Kangoo rund 3.200 Euro mehr als der Clio Grandtour. Viel Geld für ein Auto, das aber auch viel mehr auf dem Kasten hat.

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