Rover 75 im Check

Schnäppchen mit seidenweichem V6

Rover 75 Foto: Rover 16 Bilder

Das Sahnestück des Rover 75 ist der Sechszylinder. Doch auch die robusten Vierzylinder (wahlweise als Sauger oder Turbo) bilden interessante Einsteiger-Varianten mit hohem Attraktivitätswert. Rost ist kein Thema, die Verarbeitung sehr gut.

Karosserie-Check

Machen wir uns nichts vor, viele Rover 75 beim Fähnchenhändler sind abgewohnt. Vor allem die Diesel-Modelle. Mit etwas Pflege und ein wenig Schrauberkönnen ist der große Mittelklässler jedoch rasch wieder aufzupäppeln.

Mit Rost hat der Rover 75 keine Probleme, viele Karosserie-Baugruppen sind verzinkt, der Korrosionsschutz ist vorbildlich. Das Luxus-Interieur ist pflegebedürftig, sonst altert es schnell. Die Verarbeitungsqualität der Innenraum-Materialien rangiert auf hohem Niveau.

Technik-Check

Ein gut gewarteter Rover 75 wird seinen Eignern viel Freude bereiten. Die Motoren sind robust und langlebig. Ein Auge sollte man auf Wasserpumpe und Zahnriemen haben; darüber hinaus empfehlen die Experten regelmäßiges Prüfen der Motorlager.

Bei Elektrik und Elektronik machen diverse Kontrollleuchten zuweilen Ärger aufgrund oxidierter Steckverbindungen. Auch Pixelfehler am Bordcomputer-Display können beim Rover 75 vorkommen. Vor dem Kauf unbedingt auf die Vorderachs-Gummilager achten.

Preise

Laut Classic-Analytics geben die Preise leicht nach: Ein Rover 75 2.5 V6 im Zustand ist für rund 3.900 Euro zu haben - rund 15 % weniger als noch vor einem halben Jahr. Mäßige Fahrzeuge im Zustand 4 gibt es schon für unter 1.000 Euro.

Bei Einführung 1999 (Rover 75 1.8 Classic)
44 900 DM
Bei Produktionsende 2005 (Rover 75 2.5 V6 Charme)
31 050 Euro

Ersatzteile

Bis auf wenige Karosserieteile ist die Ersatzteilversorgung beim Rover 75 über die Caterpillar-Organisation, welche die Bevorratung übernommen hat, unproblematisch.

Hauben, Türen und Kotflügel werden allmählich knapp. Autoservice Still in Köln hilft in einem solchen Fall. Schlachtfahrzeuge des Rover 75 sind selten.

Schwachpunkte

  1. Wassereintritt
  2. Pixelfehler Bordcomputer-Display
  3. Wasserpumpe
  4. Zahnriemen
  5. Motorlager
  6. Kontrollleuchten
  7. Feinstaubausstoß (Diesel)
  8. Gelenkwellen
Rover 75 (1999–2005), Schwachpunkte, Igelbild

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Günstig und gut - so lässt sich am besten der Rover 75 beschreiben. Der Brite hat bei uns keine große Lobby, dabei bringt er alles mit, was einen Youngtimer interessant macht: guten Rostschutz, zuverlässige Technik und gute Verarbeitung, dazu noch ein luxuriöses Interieur. Und mit dem V6 einen seidenweich laufenden und kraftvollen Motor. Gute Exemplare sind durchaus zu finden - wer weiß, wie lange noch?

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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