Foto: Audi

Mattias Ekström

Mattias Ekström hatte mit nicht einmal 30 Jahren schon zwei DTM-Titel in der Tasche. Seit seinen Erfolgen im Jahr 2004 und 2007 gehört Ekström jedes Jahr zu den Favoriten, die ein Wort um den Titelgewinn mitreden.

Mattias Ekströms Karriere fand ihren Ursprung wie bei so vielen Profi-Rennfahrern im Kart-Sport. Nach einer erfolgreichen Junioren-Karriere zog es den Blondschopf aus Falun nicht wie viele seiner Altersgenossen in die verschiedenen Formel-Serien, sondern in den Tourenwagensport: Als Sprungbrett in die schwedische Tourenwagenserie (STCC) musste 1997 der Renault R5-Cup herhalten. 1999 folgte dann mit dem Titel in der STCC der erste große Erfolg.

Mattias Ekström steigt 2001 in die DTM ein

2001 folgte der Einstieg in die neue DTM mit dem Team von Abt-Audi. Schon eine Saison später konnte Ekström in Zandvoort seinen ersten Rennsieg bejubeln. Mit Rang drei in der Meisterschaft setzte der Schwede ein erstes Ausrufezeichen. 2004 war es dann soweit: Mit vier Saisonsiegen krönte sich Ekström zum neuen Champion. Das gleiche Kunststück konnte er 2007 noch einmal wiederholen. 2008 musste er sich mit dem dritten Platz begnügen.

2009 war es nur der fünfte Rang in der Tabelle, obwohl Ekström bis kurz vor Ende der Saison im Titelrennen lag. Mit dem gleichen Ergebnis beendete der "Eki" auch die Saison 2010. Erneut wurde er von Teamkollege Scheider geschlagen.

Mattias Ekström als Multitalent

Auch außerhalb der DTM hat der Audi-Pilot sein Talent bereits bewiesen. 2006, beim Sieg im "Race of Champions" - einem Vergleich der besten Renn- und Rallyefahrer der Welt -, gelang es ihm Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb auf dessen eigenem Auto zu schlagen. Steigerung gefällig? Ende 2007 schlug Ekström im Finale den siebenmaligen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher. Damit hat er den bedeutendsten Sportlern in Rallye-WM und Formel 1 gezeigt, wozu er fähig ist. Auch 2009 sicherte er sich wieder den Titel "Champions of Champions".

Auch bei der Rallye-WM war Ekström bereits erfolgreich unterwegs: 2004 nahm er in einem Gruppe N-Boliden an der Schweden-Rallye und der Rallye Catalunia teil. In beiden Fällen gewann er seine Wertungsklasse. Die Nürburgring-Nordschleife, auf der er schon mehrmals in der Langstreckenmeisterschaft unterwegs war, gehört zu Ekströms Lieblingsrennstrecken. 2010 probierte sich der schnelle Schwede in einer neuen Disziplin. Nascar hieß die neue Spielwiese, auf der sich der vielseitige Nordländer austoben konnte.

Damit Eki um seinen dritten DTM-Titel kämpfen kann, müssen seine Leistungen im Tourenwagen wieder etwas konstanter sein. 2011 kam der Audi-Mann in fünf Rennen aufs Podium (drei Siege), dafür gab es in den anderen fünf Rennen keine oder nur ganz kleine Punkte. Das reichte zwar am Ende immerhin noch für die Vizemeisterschaft. Gegen Titelträger Martin Tomczyk hatte Ekström aber keine Chancen.

Auch 2012 ging Ekström mit dem neuen Audi A5 DTM wieder als einer der Favoriten in die Saison. Doch schnell zeigte sich, dass das Coupé aus Ingolstadt das Tempo der Konkurrenz nicht mitgehen kann. Mehr als drei dritte Plätze und Rang sechs in der Fahrerwertung waren nicht drin. Besonders ärgern dürfte sich "Eki" darüber, dass er hinter Rockenfeller und Mortara nur drittbester Audi-Pilot wurde.

2013 ging Ekström mit Audi in sein 13. DTM-Jahr. Glück brachte ihm das nicht besonders viel. Vor allem die Wasserflaschen-Affäre blieb den Fans in Erinnerung. Am Norisring hatte Ekström das Rennen schon gewonnen, als ihm sein Vater im Scherz eine Wasserflasche in den Rennoverall leerte. Die Rennleitung sah dagegen einen Verstoß gegen die Parc Fermé-Regeln und strich Ekström aus der Wertung.

Mit nur einem Podiumsplatz in Moskau landete der Schwede am Ende auf Rang 7 der Fahrerwertung. Immerhin war nur ein Audi-Fahrer besser - Meister Rockenfeller. Zum alten Eisen gehört der Routinier noch lange nicht.

Das konnte er auch 2014 beweisen. Er lieferte sich lange Zeit mit dem späteren Meister Marco Wittman harte Rad-an-Rad-Kämpfe. Zwei Ausfälle in den letzten vier Rennen kosteten ihn den Meistertitel - obwohl er die Läufe in Zandvoort und Hockenheim gewinnen konnte. Mit 106 Punkte hatte er 50 weniger als Wittmann im BMW.

Was macht der Routinier im Jahr 2015? Wird er wieder Meister?

(Stand: 04/2015)

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