Großer Mobilitätstest

7 Alternativen im Alltagstest

Mobilitätstest, Moove 0119 Foto: Dino Eisele

Sieben Verkehrsmittel im Vergleich: Von der Brennstoffzelle über das E-Bike bis hin zum Carsharing und dem ÖPNV haben MOOVE-Redakteure/-innen im großen Mobilitätsreport heute schon vorhandene Verkehrsmittel-Alternativen getestet. Die Ergebnisse verblüffen.

Die Diskussionen über Alternativen zum Verbrennungsmotor gehen von Runde zu Runde – ohne dass sich die meisten Menschen schon ein fundiertes Urteil bilden könnten, welches Antriebskonzept wirklich zu ihrer Lebenssituation passt. Deshalb hat sich das MOOVE-Team aufgemacht, heute schon vorhandene Mobilitäts-Alternativen in einem groß angelegten Selbstversuch zu testen – gnadenlos im Winter, um nicht nur die Sonnenseite alternativer Verkehrskonzepte kennenzulernen.

Weil die Ansprüche so unterschiedlich sind, hat MOOVE auch unterschiedliche Testkriterien definiert: An erster Stelle stand die Verfügbarkeit des alternativen Verkehrssystems, abgeguckt natürlich vom eigenen Wagen mit Verbrennermotor: Steht er bei mir vor der Tür und wartet nur auf mich, was ist also mit der Verfügbarkeit? Auch die Ladeinfrastruktur fiel beim E-Auto, bei den Plug-in-Hybriden sowie beim Wasserstoff-Fahrzeug unter dieses Kriterium. Schließlich gehört sie untrennbar zum Antrieb. Spart das Ganze Zeit im Vergleich zu herkömmlichen Autos – oder dauert es länger, von A nach B zu kommen? Wie ist die Reichweite – und natürlich: wie die Kostenbilanz?

Ferner spielte beim Test der ökologische Fußabdruck eine wichtige Rolle. Schließlich ist auch die saubere Mobilität ökologisch eben noch nicht ganz rein, weil der Strom in Deutschland ja erst zu etwa einem Drittel grün ist, also aus nicht-fossilen Ressourcen stammt. Dann wurden der Gesamtkomfort und der Nutzwert der Mobilitäts-Alternative noch einmal genauestens unter die kritische Lupe genommen. Das heißt: Wie bequem ist das Fahren mit dem Fortbewegungsmittel, und welche Hilfen bietet es mir in meinem Alltag? Last but not least war noch die gebotene Vernetzung ein Thema – also, was kann ich zum Beispiel über eine App für Infos zu meiner Mobilitäts-Alternative erhalten?

Um möglichst praxisnah erproben zu können, erfolgte die Paarbildung zwischen Redaktionsmitglied und Fahrzeug in Abgleich mit der jeweiligen Wohn- und Lebenssituation. Redakteurin Anette Bender-Napp wählte für ihren Weg zwischen ihrer Wohnung im Speckgürtel von Stuttgart und dem Zentrum der baden-württembergischen Landes-Hauptstadt ein Brennstoffzellen-Auto, den Hyundai Nexo. Ihr Alles-oder-Nichts-Kriterium: Wo finde ich die nächste Wasserstoff-Tankstelle? Die H2-Zapfanlage am Stuttgarter Gaskessel der EnBW wurde termingerecht zu Beginn des Versuchs gerade geschlossen, sodass nur die Wasserstoff-Tanke am Flughafen zur Verfügung stand. Von Bender-Napps Wohnort bis zum H2-Hahn und zurück sind es im Berufsverkehr gut und gerne zwei Stunden; schnell mal volltanken am Abend für die lange Tour am Morgen danach wollte also gut geplant sein.

Mobil vom Berufsverkehr bis zum Wochenend-Trip

Ressortleiter Henning Busse, schon etwas weiter entfernt von Stuttgart zu Hause, entschied sich für zwei reine Elektro-Autos, den Renault Zoe und den Hyundai Kona. Wirtschaftsspezialistin Bettina Mayer setzte auf einen Plug-in-Hybrid, und zwar den BMW 225xe. Ihr Fahrpensum war weit gespannt: Neben den täglichen Redaktionsfahrten im Diesel abweisenden und oft vom Feinstaub-alarm gebeutelten Stuttgart stehen bei ihr die Wochenendtouren in die heimatliche Hallertau (Bayern) an, heim zu Mann und Hund. Connectivity-Spezialist Dirk Gulde, überzeugter Städter und vom Verlag nicht übermäßig weit entfernt wohnend, setzte auf das E-Bike vom Typ Cube Cross Hybrid One, das im Zweifelsfall den letzten Kilometer auf dem Weg zum Ziel unabhängig macht − wenn etwa die übrige Fahrt ans Ziel bei miesem Wetter in Bahn oder Bus gemeistert wurde.

Volontär Philipp Körner aus Weiden entschied sich als Berufsstarter zum Durchqueren des Stuttgarter Stadt-dschungels für den Öffentlichen Personennahverkehr – kurz ÖPNV. Parallel übernahm Körner auch noch die Abteilung Ride-Hailing, hat sich also appbasiert eine Mitfahrgelegenheit bestellt, wenn er entsprechenden Bedarf hatte.

Redakteur Luca Leicht, daheim in Bad Cannstatt bei Stuttgart, stand schließlich zu der Motorrad-Leidenschaft seiner Familie und wählte den Elektro-Roller.

Last but not least hat die Redaktion aus ihren Erfahrungen eine kleine Typologie entwickelt – streng nach dem Motto: Was passt wirklich zu wem? Repräsentativ nicht im statistischen Sinn, wohl aber in der Wahl der Lebenssituationen und des jeweiligen Alters wurden die Typen festgelegt: Mensch auf dem Lande, Innenstadtbewohner, Speckgürtel-Anrainer, viel fahrender Vertreter, preisbewusster Mobilist und Silver-Ager. Für sie ermittelten wir den besten Mix aus allen Mobilitäts-Alternativen.

Daher lohnt es sich, sich intensiv mit dem großen Mobilitätstest auseinanderzusetzen: Könnte ein Verkehrskonzept für mich dabei sein, das ich bislang noch gar nicht entdeckt habe? Das Team hat den Report für Sie erst gefahren und dann ausgewertet – damit Sie auch in Zukunft Ihre ganz persönliche freie, individuelle Mobilität genießen können.

Der große Mobilitätstest Unterwegs mit dem Wasserstoffauto

Das Wasserstoffauto kann fast alles: schnell tanken, lokal emissionsfrei fahren und eine große Reichweite bieten – wären da nicht der Preis und die Tankstelleninfrastruktur.

Der große Mobilitätstest Unterwegs mit dem E-Auto

Das E-Auto macht Spaß, bis der Akku leer ist. Dann ist Schluss mit lustig. Schuld daran ist die schlechte Ladeinfrastruktur – das Resümee eines Selbstversuches.

Der große Mobilitätstest Unterwegs mit dem Plug-in-Hybrid

Der Plug-in-Hybrid ist ein Fahrzeug der Vernunft: Er kann elektrisch fahren in der Stadt. Ist aber keine Ladesäule in der Nähe, geht die Fahrt trotzdem weiter.

Der große Mobilitätstest Unterwegs mit dem E-Bike

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Der große Mobilitätstest Unterwegs mit Car2go

Während die Kollegen ihre Selbstversuche starten, share ich Autos schon länger mit anderen. Erkenntnis: Car2go ist gut, hat im Winter aber so seine Tücken.

Der große Mobilitätstest Unterwegs mit dem E-Roller

Ein Roller ist nur was für die warmen Sommermonate? Auf keinen Fall, denn mit der richtigen Kleidung lässt sich fast das ganze Jahr durch die Stadt wuseln.

Der große Mobilitätstest Unterwegs mit dem ÖPNV

Gut, dass es den ÖPNV gibt, keine Frage! Auch wenn er häufg nervt, ist er weiterhin die günstigste Form der Mobilität und dank Apps nun auch flexibler.

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