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24h Le Mans - Audi Triumph

Große Party nach großem Sieg

Timo Bernhard und Mike Rockenfeller erfüllten sich mit dem Gewinn der 24h Le Mans einen Traum. Danach stand für Rockenfeller eine kuriose Heimfahrt und eine große Überraschungsparty an. Bernhard: "Hatte von Anfang an ein gutes Gefühl."

Es gibt als Rennfahrer gewisse Erfolge, die man sein Leben lang nicht mehr vergisst. Zweifelsohne gehört ein Sieg bei den 24h von Le Mans dazu. Die beiden deutschen Rennfahrer Timo Bernhard und Mike Rockenfeller reihten sich am vergangenen Wochenende in die Siegerlisten des Motorsport-Klassikers ein und krönten damit ihre bisherige Karriere.
 

Timo Bernhard hatte eine positive Vorahnung

Timo Bernhard hatte schon vor dem Rennen ein gutes Gefühl. "Ich hatte so eine innere Ruhe", sagt der Porsche-Werksfahrer, der an Audi ausgeliehen wurde. "Ich habe gewusst, dass wir etwas Großes erreichen können. Dabei habe ich aber eher an einen dritten Platz auf dem Podium gedacht und nicht an einen Sieg."

Seine Intuition sollte ihn nicht täuschen, auch wenn es letztlich doch der unerwartete Sieg war, der auf ihn wartete. Daneben feierte das Fahrertrio Timo Bernhard/Mike Rockenfeller/Romain Dumas einen weiteren Erfolg: Sie knackten den Distanzrekord in Le Mans. Den stellten im Jahr 1971 der heutige Red Bull Berater Helmut Marko und Gijs van Lennep auf einem Porsche 917 KH auf. Exakt 5.335,313 Kilometer und 397 Runden legte der Porsche 917 in 24 Stunden zurück.

Audi hat Distanzrekord bei den 24h Le Mans gebrochen

Mit dem Audi R15 plus waren Rockenfeller/Bernhard/Dumas ebenfalls 397 Runden unterwegs, schafften aber 5.410 Kilometer weil die Hunaudières Gerade nun mit Schikanen gespickt ist. "Das zeigt wie hoch die Pace war", meint Bernhard. "Wir hatten auch Glück, dass es die ganze Zeit trocken war." Bernhard gelang es außerdem als erstem Rennfahrer, die vier größten Langstreckenrennen zu gewinnen: 24h Le Mans, 24h Nürburgring, 24h Daytona, 12h Sebring.
 
Bis auf die 12h Sebring sicherte sich auch Mike Rockenfeller diese Erfolge. Dem Wahlschweizer ging es aber vor allem darum, seinen Fauxpas von 2007 wieder wett zu machen. Damals verabschiedete er sich schon in der Anfangsphase des Rennens in die Leitplanke. "Ich wollte, das irgendwann mal wieder vergessen machen und das ist dieses Jahr gelungen", sagte Rockenfeller.

Überraschungsparty in der Schweiz

Der ganze Stress dieser Woche fiel spätestens bei der anschließenden Party ab. Nach dem Feiern mit den Teamkollegen und den Mechanikern ging es für Rockenfeller per Fahrgemeinschaft am Montag mit Marco Werner zurück in die Schweiz. Dabei wunderte sich "Rocky" stets, wie langsam der Rennfahrer auf der Straße unterwegs ist.

"Ich habe mir gedacht, was eiert der denn hier so rum auf der Autobahn?", meint Rockenfeller und lacht. Werner war allerdings Teil der Überraschung, die auf ihn wartete. Bei Audi-Werksfahrer Lucas Luhr, der ebenfalls am Bodensee lebt, hatte man eine große Siegesparty organisiert und Rockenfeller durfte nicht zu früh eintreffen.

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