Audi R8 LMS - Startnummer #29 - 24h-Rennen Nürburgring 2017 Stefan Baldauf
Audi R8 LMS - Freies Training - 24h-Rennen Nürburgring 2017 - Nordschleife
Porsche 911 GT3 R - Freies Training - 24h-Rennen Nürburgring 2017 - Nordschleife
Audi R8 LMS - Freies Training - 24h-Rennen Nürburgring 2017 - Nordschleife
BMW M6 GT3 - Freies Training - 24h-Rennen Nürburgring 2017 - Nordschleife 61 Bilder

24h-Rennen Nürburgring 2017 (Freies Training)

Audi diktiert Pace zum Auftakt

24h-Rennen 2017

Mit dem Freien Training zum 24h-Rennen Nürburgring 2017 sind die Eifel-Festspiele eröffnet. Den Auftakt dominierte Audi mit fünf Autos in den Top 10. Vorjahressieger Mercedes übte sich in Zurückhaltung.

Die rund 640 Rennfahrer, verteilt auf über 160 Autos, mussten sich zunächst gedulden. Das Freie Training für das 24h-Rennen Nürburgring 2017 startete 25 Minuten verspätet. Das schränkte die Probezeit vor dem ersten Qualifying am Abend auf 75 statt 100 Minuten ein. Immerhin passte das Wetter. Über der Eifel lachte die Sonne.

Audi nur 4,5 Sekunden über Pole-Zeit 2016

Audi nutzte die idealen Verhältnisse zu einer ersten Machtdemonstration. Die Marke mit den vier Ringen brachte gleich fünf Autos unter die besten zehn. Die schnellste Zeit brannte das Quartett von Kelvin van der Linde / Markus Winkelhock / Christopher Mies / Connor de Phillippi im R8 LMS vom Audi Sport Team Land in den Asphalt. Der Rennwagen mit der Startnummer 29 kreuzte nach 8:19.066 Minuten den Zielstrich.

Das ist für das erste Aufgalopp eine ordentliche Runde. Trotz beschnittener Aerodynamik und herkömmlichen Gummis statt Entwicklungsreifen wie noch im Vorjahr näherten sich die Spitzenreiter der Pole-Zeit 2016 (8:14.515 Minuten) auf viereinhalb Sekunden. „Es hat noch keiner Vollgas gegeben. Aber vorne zu stehen, ist schon mal gut. Das Auto funktioniert sehr gut“, konstatierte Winkelhock. Dessen Teamkollege van der Linde, der bei der Bestzeit am Steuer saß, ergänzte: „Ich bin ganz entspannt gefahren. Für das Qualifying erhoffe ich mir einiges.“

Der erste Verfolger büßte bereits über sechs Sekunden ein. Frank Stippler / Rene Rast / Frédéric Vervisch / Nico Müller vom Audi Sport WRT pilotieren wie die Trainingsschnellsten ebenfalls einen werksunterstützten R8 mit 5,2-Liter-V10-Saugmotor. Im Gegensatz zu ihren Kollegen war das Quartett vermutlich aber auf Michelin-Reifen unterwegs. Van der Linde, Winkelhock, Mies und de Phillippi trugen Dunlop-Walzen auf ihren Autos.

Porsche auf Platz drei, Mercedes Zehnter

Den dritten Rang sicherten sich Martin Ragginger / Dirk Werner / Jörg Bergmeister / Laurens Vanthoor. Sie bestreiten das 24h-Rennen in einem der Porsche 911 GT3 R für Falken Motorsports. Entsprechend drehen sich an ihrem Elfer Falken-Reifen. Was zeigt: Im Vorderfeld kommen unterschiedliche Reifenhersteller zum Zug. Der schnellste 911 GT3 R fing sich bereits einen Rückstand von 7,374 Sekunden ein.

Dahinter reihten sich Nico Müller / Marcel Fässler / Robin Frijns / Rene Rast im zweiten Audi R8 LMS vom Audi Sport Team WRT ein (Startnummer 9). Zwei weitere Audi klassifizierten sich auf den Positionen sieben und acht. Den schnelleren mit der Startnummer fünf setzt Phoenix Racing ein. Die Startnummer 28 gehört zum Audi Sport Team Land.

BMW musste sich im Freien Training mit dem fünften Rang begnügen. Marco Wittmann / Tom Blomqvist / Martin Tomczyk / Augusto Farfus fahren einen der beiden M6 GT3 von Rückkehrer Schnitzer, das mit fünf Siegen beim 24h-Rennen Nürburgring neben Manthey zum erfolgreichsten Einsatzteam der Geschichte zählt. BMW holte sich in 44 Auflagen bereits 19 Mal die Krone. Zuletzt 2010.

Bentley gehört in diesem Jahr zum erweiterten Favoritenkreis. Alle Continental GT3 verwaltet Abt. Der schnellste englische Rennwagen reihte sich auf dem sechsten Platz ein. Vorjahressieger Mercedes hielt sich in der ersten Session merklich zurück. HTP Motorsport brachte zumindest einen AMG GT3 in die Top 10 (Startnummer 55). Davor platzierte sich der Wochenspiegel-Ferrari 488 GT3 mit der Startnummer 22.

Die Nordschleife forderte bereits ihre ersten kleineren Opfer. Zum Beispiel den Porsche Cayman GT4 CS mit der Startnummer 302. Nach einem Reifenverlust knallte der Renner zwischen Kallenhard und Breidscheid in die Streckenbegrenzung.

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