90 Jahre Nürburgring - Teil 7 aus der Grünen Hölle

Harald Grohs' Doppelstint mit 71 Jahren

BMW M235i Racing - 24h-Rennen Nürburgring 2015 - Harald Grohs Foto: BMW 28 Bilder

Der Nürburgring wird am 18. Juni 90 Jahre alt. Wir haben neun Nürburgring-Spezialisten zu ihren Erlebnis in der Grünen Hölle gefragt. Es kamen tolle Geschichten dabei heraus. Teil 7: Harald Grohs.

Der Nürburgring feiert Geburtstag. Die Grüne Hölle wird 90 Jahre alt. Abertausende von Fahrern haben auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt zum Teil haarsträubende Dinge erlebt. Zum Jubiläum gratulieren wir dem Nürburgring mit Anekdoten von Rennfahrern, die viele Kapitel auf der Nord- und Südschleife der Eifelpiste mit geschrieben haben.

In Folge 7 berichtet Harald Grohs, dass man auch noch im betagten Alter von 71 Jahren auf der Nordschleife richtig schnell sein kann.

„Am Flugplatz war keiner mehr hinter mir“

„1975 fuhr ich auf Nürburgring in der Deutschen Rundstrecken Meisterschaft (DRM) mein allererstes Nordschleifen-Rennen als frischgebackener BMW-Werksfahrer im Faltz-Team. Es war sehr kalt und sich stand mit dem 3.0 CSL auf der Pole. Die Gegner waren stark. In beiden Divisionen zusammen gerechnet standen mehr als 40 Autos am Start. Das Rennen ging über acht Runden. Obwohl es so kalt war, hatte mir mein Chefmechaniker geraten, eine härtere Reifenmischung zu nehmen. Ich hatte da ziemlich Verschleiß, weil ich gerne etwas quer fuhr und außerdem sind wir mit 120 Liter Benzin an Bord gestartet.

In der Hatzenbach lag ich in Führung, aber mein Auto fing an zu rutschen, rechts und links, kreuz und quer. Also machte ich etwas langsamer. Das hat die Kollegen hinter mir nervös gemacht, so dass sie sich gegenseitig ins Auto fuhren. Sechs oder sieben Autos haben sich getroffen. Als ich am Flugplatz wieder in den Spiegel geschaut habe, war jedenfalls niemand mehr hinter mir. Am Ende der ersten Runde hatte ich sieben oder acht Sekunden Vorsprung. Das musste ich nur noch verwalten. Rennleiter Jochen Neerpasch hat mir als Erster gratuliert. Es war wirklich ein überraschender Sieg, denn zuvor hatte ich bloß den Renault 5-Pokal gefahren.

Da war ich eine große Nummer, aber die kleinen Renault hatten 56 PS, der BMW leistete 385 PS. Eine geile Nummer. Man muss ja auch sehen: Ich war schon 31 Jahre alt. Ein jungfräuliches Alter für einen Quereinsteiger, oder? Aber dafür habe ich auch etwas später aufgehört mit dem Rennfahren: 2015 hat mit BMW die Gelegenheit gegeben, auf einem M235i beim 24-Stunden-Rennen zu starten. Da war ich immerhin schon 71. Aber trotzdem bin ich Doppel-Turns gefahren. In den letzten Runden habe ich mir geschworen: Wenn Du das Auto sicher und ohne Kratzer ins Ziel fährst, ist Schluss. Aus. Ende. So kam es auch. Meine Frau Angelika hat das sehr begrüßt.“

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