ADAC GT Masters: Ergebnisse

Porsche-Sieg bei Österreich-Premiere des ADAC GT Masters

ADAC GT Masters - Nürburgring 6 Bilder

Die Österreich-Premiere des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring brachte nach einer Regenschlacht zwei Überraschungssieger. Der Österreicher Norbert Siedler (28) und Christian Engelhart (24, Kösching/D), die im Porsche 911 des MRS Team PZ Aschaffenburg in Österreich zum ersten Mal in der „Liga der Supersportwagen“ antraten, verblüfften bei strömendem Regen mit einem souveränen Sieg.

Platz zwei belegten Lokalmatador Andreas Zuber (27, Judenburg/A) zusammen mit Lance David Arnold (25, Duisburg/D) im Mercedes-Benz SLS AMG von HEICO MOTORSPORT vor Christopher Haase (23, Kulmbach/D)/Andreas Simonsen (21, S) im Audi R8 von Phoenix Racing Pole Promotion.

Perfekter Start von Engelhart legt Grundstein zum Sieg
Das erste Rennen bei der Österreich-Premiere des ADAC GT Masters hatte sich vor allem Tabellenführer Ferdinand Stuck (20, Österreich) anders vorgestellt. Zwar gewann der Reiter-Lamborghini-Pilot von der Pole-Position aus den Sprint zur ersten Kurve. Doch schon am Ende der ersten Runde übernahm Christian Engelhart im Porsche nach einem fulminanten Start von Position sechs die Führung. Schon in der zweiten Runde hatte Engelhart einen Verfolger weniger im Rückspiegel, als Stuck seinen Lamborghini nach einem Kontakt mit einem Konkurrenten abstellen musste. Engelhart setzte sich leicht ab, und liess sich auch nicht vom stark einsetzenden Regen beeindrucken, der nach 20 Minuten über die Strecke hereinbrach und den Red Bull Ring in eine Rutschbahn verwandelte. Nach einem perfekt getimten Boxenstopp mit Fahrerwechsel ging Norbert Siedler auf Regenreifen wieder zurück auf die Strecke und stellte schliesslich mit fehlerloser Fahrt und 19,3 Sekunden Vorsprung den ersten Porsche-Saisonsieg vor Zuber/Arnold sicher. „Wir haben vor dem Rennen angesichts des drohenden Regens etwas mit der Abstimmung gepokert. Das hat sich ausgezahlt. Je nasser es wurde, desto besser wurde der Porsche“, erklärte Engelhart das Erfolgsgeheimnis. Siedler lobte die starke Fahrt seines Teamkollegen: „Christian hat in der ersten Rennhälfte den Grundstein zum Sieg gelegt. Ich wusste gar nicht, dass ich in Führung lag. Erst zehn Minuten vor dem Rennende habe ich über Funk gefragt und konnte gar nicht glaube, dass ich einen so großen Vorsprung habe.“

Lokalmatador Zuber mit Podiumspremiere im ADAC GT Masters
Andreas Zuber/Lance David Arnold fuhren trotz eines spektakulären High-Speed-Ausflugs von Zuber durch Kiesbett und Wiese zum ersten Mal in dieser Saison auf das Podium. „Es war so nass auf der Strecke, dass man selbst auf den Geraden nicht richtig Gas geben konnte“, erklärte Zuber die extrem schwierigen Verhältnisse. Bei diesen fühlte sich aber das Duo Christopher Haase/Andreas Simonsen ganz in ihrem Element. Nach einer furiosen Aufholjagd von Startplatz 24 sicherten sich die beiden Audi-Piloten mit starker Fahrt in der Schlussphase den letzten Platz auf dem Podium vor dem MS RACING-Mercedes-Benz von Florian Stoll (30, Rickenbach/D)/Thomas Jäger (34, München/D) und dem ABT-Audi R8 mit Christopher Mies (22, Heiligenhaus/D) und Luca Ludwig (22, Bonn/D)

Stuck-Brüder und ALPINA-Duo punktgleich an der Tabellenspitze
Vom Pech der Stuck-Brüder profitierten die bisherigen Tabellenzweiten Alexandros Margaritis (26, Köln/D) und Dino Lunardi (32, F) im BMW ALPINA B6 des LIQUI MOLY Team Engstler. Nach Platz sechs im ersten Rennen liegen die bisherigen Tabellenzweiten nun punktgleich an der Spitze mit Ferdinand und Johannes Stuck.

Regen sorgte für Tumult in der Einfahrt zur Boxengasse
Tückisch zeigte sich die Boxeneinfahrt kurz vor den Plichtboxenstopps. In der regennassen Einfahrt drehte sich eine Vielzahl von Fahrzeugen, die noch mit profillosen Slicks unterwegs waren, bei starkem Aquaplaning. Unter anderem der Führende in der Amateurwertung, Marc A. Hayek (40, CH), und Skisprunglegende Sven Hannawald (36, München/D). „Ich habe mich extra an der Leitplanke angelehnt und entlanggleiten lassen, nur so konnte ich einen Dreher vermeiden“, erklärte der zweitplatzierte Arnold, wie er die schwierige Situation meisterte.

Oliver Mayer siegt im Mercedes SLS in der Amateurwertung
Einen kühlen Kopf behielt auch Oliver Mayer (53, Ingolstadt/D). Nach fehlerloser Fahrt feiert der Mercedes-Fahrer aus dem Team Black Falcon den zweiten Saisonsieg in der Amateurwertung und schloss damit zu Tabellenführer Marc A. Hayek auf, der Siebter in der Amateurwertung wurde. Swen Dolenc (43, Maulbronn/D) belegte im Porsche 911 von FACH AUTO TECH Platz zwei vor Ardi van der Hoek (34, NL) im Audi R8 vom Prosperia Team Brinkmann uhc.

Thomas Jäger startet von der Pole-Position im Rennen zwei am Sonntag
Im zweiten Rennen am Sonntag startet erstmals ein Mercedes SLS von der Pole-Position. Thomas Jäger eroberte den ersten Startplatz im Flügeltürer von MS Racing vor Michael Ammermüller (25, Pocking) im a-workx Akapovic-Porsche 911. Von Startplatz vier geht Ex-Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen (44, Düsseldorf) in einer Callaway Corvette auf Punktejagd. Alle 16 Rennen des ADAC GT Masters werden auch 2011 wieder vom frei empfangbaren TV-Sender kabel eins samstags und sonntags um 11.45 Uhr live in Deutschland, Österreich und in der Schweiz übertragen. Der Sportsender SPORT1 sendet Highlights des ADAC GT Masters vom Red Bull Ring im ADAC Masters Weekend-Magazin am 20. August um 13.00 Uhr.

ADAC GT Masters - Ergebnisse Red Bull Ring

Platzierung Fahrer Fahrzeug/ Sponsorcard Porsche 911 GT3 R
1. Lauf
1 Christian Engelhart Porsche 911 GT3 R 1:00:27.965
2 Lance David Arnold Mercedes-Benz SLS AMG GT3 +19.763 sec
3 Andreas Simonsen Audi R8 LMS +23.351 sec
4 Florian Stoll Mercedes-Benz SLS AMG GT3 +25.922 sec
5 Luca Ludwig Audi R8 LMS +32.304 sec
6 Dino Lunardi BMW ALPINA B6 GT3 +32.377 sec
2. Lauf
1 Johannes Stuck Lamborghini Gallardo LP600+ 1:00:13.352
2 Alexandros Margaritis BMW ALPINA B6 GT3 +08.525 sec
3 Harald Proczyk Mercedes-Benz SLS AMG GT3 +14.283 sec
4 Heinz Harald Frentzen Corvette Z06.R GT3 +15.921 sec
5 Thomas Jäger Mercedes-Benz SLS AMG GT3 + 17.270 sec
6 Jan Seyffarth Mercedes-Benz SLS AMG GT3 +32.274 sec
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