Aston Martin bringt Rally GT

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Die Aston Martin-Sportabteilung Prodrive macht dem Vantage Beine. Nach erfolgreichen Einsätzen im GT-Sport mit dem DBR9 soll die englische Nobelmarke nun auch Rallye-Erfolge einfahren.

Dies ist kein Aprilscherz. Die Sportwagen-Edelmarke Aston Martin macht sich tatsächlich die Frontschürze schmutzig. Die Sportabteilung Prodrive im englischen Banbury ist seit anderthalb Jahrzehnten ebenso für das Subaru-Werksteam in der Rallye-WM verantwortlich. Das nötige Knowhow für die Entwicklung eines Rallye-Autos ist also vorhanden.

Der 105.000 Euro teure und 1.570 Kilogramm schwere Basis-Bomber wird erst einmal innen abgestrippt. Rücksitze, Teppiche und Dämmmaterialien fliegen raus, dafür bauen die Techniker einen Überollkäfig ein. Das Chassis bleibt ansonsten unanngetastet. Das gilt auch für die Aufhängungen. Allerdings kommen für den Rallye-Einsatz geeignete Eibach-Federn und EXE-TC-Dämpfer zum Einsatz. Hinter den 18-Zoll-Felgen stecken 355 Millimeter große Scheibenbremsen.

Lieferung ab 2006

Der 4,3 Liter-Motor leistet in der Serie 385 PS, in der Rallyeversion sind es 420 Pferdestärken bei 410 Newtonmetern Drehmoment. Das serienmäßige Sechsganggetriebe lässt sich gegen eine gerade verzahnte Version mit ebenfalls sechs Fahrstufen austauschen.

Der Rally GT ist für den Kundensport gedacht. Ende 2006 werden die ersten Exemplare ausgeliefert. Einsatzmöglichkeiten ergeben sich für den nach dem N-GT-Reglement entwickelten Renner in nationalen Meisterschaften wie in Belgien oder Frankreich, wo Autos vom Schlage eines Porsche 911 GT3 oder Nissan 350 ZX die Starterfelder auch ohne kostspielige World Rally Cars attraktiv machen sollen.

Nur für Asphalt geeignet

Erste Probeläufe hat der Aston Martin schon bestanden. Der bisherige Subaru- und Aston Martin-Werksfahrer Stéphane Sarrazin belegte bei der Rally Lyon-Charbonniers den 17. Rang im Gesamtklassement und den zweiten Platz in seiner Klasse. Ein Siegerauto gegen die Allrad-getriebenen WRC ist der Aston im Normalfall nicht, zudem ist das edle Gerät bisher ausschließlich für Asphalt-Wettbewerbe tauglich.

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