Aston Martin

Le Mans-Prototyp im klassischen Gewand

Aston Martin LMP1 Foto: Aston Martin

50 Jahre nach dem ersten Sieg in Le Mans geht Aston Martin 2009 wieder in der LMP1-Klasse an den Start. Mit einem V12-Benziner will man die Diesel-Konkurrenz herausfordern.

Trotz Finanzkrise und Massenentlassungen weitet der britische Sportwagenbauer Aston Martin sein Le Mans-Engagement 2009 aus. Nach zwei Erfolgen mit dem DBR9 in der GT1-Klasse geht die englische Traditionsfirma in diesem Jahr in der Königsklasse auf Titeljagd. "Die Herausforderung beim Klassiker wieder einen Sieg zu erringen war einfach zu groß, um sie zu ignorieren", begründete Aston Martin-Chef David Richards den Einsatz.

Bekanntes Chassis

Der neue LMP1-Renner basiert auf dem 2008er Charouz Lola, der vom gleichen Aston Martin V12 befeuert wird, der dem DBR9 im vergangenen Jahr zum Titel in der GT1-Klasse verholfen hat. Im Gegensatz zu den Platzhirschen Audi und Peugeot setzt Aston Martin damit auf einen Benzinmotor.
 
Das neue Reglement des Veranstalters ACO sorge für einen Ausgleich der Antriebsarten, was die LMP1-Klasse noch attraktiver gemacht habe. "Wir unterschätzen die Aufgabe aber keineswegs", macht Richards deutlich. "Es wird ein schwieriges Unterfangen gegen die erfolgreichen Diesel-Boliden zu bestehen, die ihren Speed und ihre Langstreckenqualitäten bereits unter Beweis gestellt haben."

Mücke am Steuer

Neben dem Saisonhöhepunkt in Le Mans planen die Briten, auch in der Le Mans-Serie an den Start zu gehen. Das bekannte Team der Aston Martin Werksfahrer soll bestehen bleiben. Somit wird auch ein Pilot aus dem auto motor und sport-Fahrerkader an Bord des neuen Boliden sein: Stefan Mücke konnte bereits im Vorjahr zwei Podestplätze im Lola Aston Martin einfahren. Neben dem Berliner werden auch Jan Charouz und Tomas Enge sowie die Neuzugänge Darren Turner und Harold Primat am LMP1-Projekt beteiligt sein.

Traditionelles Design

Wie das erste Bild des neuen Boliden zeigt, hat Aston Martin mit Gulf einen bekannten Partner gefunden und wird somit im klassischen hellblau-orangen Farbschema an den Start gehen.
 
Mit dem Engagement in der Prototypenklasse wird Aston Martin in diesem Jahr kein Werksteam in der GT1-Klasse melden und den Titel somit nicht verteidigen. In der GT2-Klasse hat allerdings das Kundenteam Drayson Racing schon seine Zusage zur Le Mans-Teilnahme mit dem Vantage GT2 gegeben.

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