Audi-Motorsport

IndyCar-Programm mit Zweiliter-Turbo?

Foto: Audi 62 Bilder

Die Vereinigung von Porsche und Audi unter einem Dach könnte dazu führen, dass sich die beiden Marken auf der Rennstrecke aus dem Weg gehen. Dann sind Alternativen gefragt.

Die Lust an der Spekulation wächst im Sportwagenbereich momentan ins Unermessliche: Neues GT-Regelement ab 2010, neues Prototypenreglement ab 2011 - und wer macht was? Mal abgesehen davon, dass die Rennsportszene unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Bedingungen auf ein bewegliches Ziel schießt, dessen Koordinaten sich stündlich ändern können, kreisen die meisten Spekulationen um Audi und Porsche.

Diese Kombination ist deshalb so interessant, weil der Volkswagen-Konzern in naher Zukunft zum Porsche Imperium gehören wird und sich deshalb die Sportwagenprogramme der beiden Schlüsselspieler Audi und Porsche aus Kostengründen sicher nicht überschneiden werden.

Eine neue Spielvariante kommt nun aus Amerika: laut verlässlichen Quellen in Indianapolis plant Audi 2011 den Einstieg in die amerikanische IndyCar-Serie. Die Amerikaner stricken im Moment gerade an einem neuen Motorenreglement, das die bisher gängigen 3,5 Liter-V8-Motoren ablösen soll.

Downsizing auch in US-Rennserien

Nach einem ersten Schnuppermeeting am 24. Juni - an dem zehn Herstellervertreter teilnahmen -, sitzen nun noch vier Automobilkonzerne am IndyCar-Tisch: Honda, Audi, Porsche und Alfa Romeo. Die anderen Kandidaten wie der amerikanische Hersteller Chevrolet haben das Thema ebenso begraben wie Mercedes Benz.

Das neue IndyCar-Reglement sieht im Rahmen des gängigen Downsizings die Verwendung von Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotoren vor. Die Tatsache, dass mit Audi und Porsche derzeit zwei Hersteller einer zukünftigen Firma am runden Tisch sitzen, lenkt den Verdacht auf das folgende Szenario: Audi macht ab 2011 IndyCar-Serie. Damit ist man im wichtigen Absatzmarkt Amerika präsent und könnte das Themenfeld Langstrecke und Le Mans an Porsche abtreten.

Markenübergreifende Synergien?

Der überaus charmante Vorteil dieser Lösung: das zukünftige LMP1-Reglement favorisiert ebenfalls kleinvolumige Motoren, entweder 3,4 Liter V8-Saugermotoren oder aufgeladene Zweiliter-Motoren mit sechs oder vier Zylindern. Nach Einschätzung von Fachleuten kommt jedoch nur der Vierzyinder-Turbo für den LMP1-Einsatz ernsthaft in Frage, da für den Sechszylinder keine Biturboaufladung erlaubt ist.

Zu deutsch: für die IndyCar-Serie und für Le Mans könnte man einen gemeinsamen, konzernweiten Plattform-Rennmotor entwickeln, den sich Porsche und Audi für getrennte Sportprogramme teilen. Das spart Kosten. Das gleiche gälte übrigens für Honda, die ab 2009 ein LMP1-Motor auf IndyCar-Basis entwickeln könnten. Übrigens wäre neben Le Mans und IndyCar ein weiterer Synergieeffekt denkbar: die FIA plädiert für die Einführung von Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotoren in der Formel 1 ab 2013.

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