12h-Rennen Sebring

Audi siegt in Sebring

Foto: Audi

Auch ein kleinerer Tank, ein Reifenschaden und drei Zeitstrafen konnten Audi beim 12 Stundenrennen von Sebring nicht aufhalten. Die Ingolstädter feierten mit ihren Dieselrennern eine gelungene LeMans-Generalprobe.

Audi musste nach dem Willen der ALMS-Organisatoren zugunsten der kleineren Prototypen mit einem zehn Prozent kleineren Tank (81 statt 90 Liter) an den Start gehen. Deshalb kamen die Audi Piloten in Sebringbis zu fünf Runden früher zum Nachtanken an die Box als die Konkurrenz.

Obwohl der R10 TDI das schnellste Auto auf der 3,7 Meilen langen Strecke war und einen neuen Rundenrekord erzielte, konnte sich Neueinsteiger Acura mit seinen 150 Kilogramm leichteren LMP2-Sportwagen immer wieder an die Spitze setzen. Erst in der vorletzten Stunde übernahmen Frank Biela, Emanuele Pirro und Marco Werner endgültig die Führung, nachdem der Acura mit Getriebeproblemen eine Reparaturpause einlegen musste.

Rekordsieger Biela

Biela stellte mit seinem vierten Sebring-Sieg den bestehenden Rekord von TomKristensen ein. "Ich bin sehr glücklich. Nach dem Problem im Warm-up und dem Reifenschaden gleich am Anfang des Rennens habe ich nicht mehr so recht an den Sieg geglaubt. Es ist einfach super, dass es so ausgegangenist," sagte Biela.

Abgesehen von besagtem Reifenschaden lief das Siegerauto  problemlos. Das Schwesterauto dagegen, das nach einem Trainingsunfall am Donnerstagabend komplett neu aufgebaut werden musste, kränkelte zwei Mal an einem streikenden Anlasser und kam auf Rang vier.

Herzschlagfinale in der GT2

Auch Porsche war mit zwei Prototypen in der LMP2-Klasse angetreten. Gebeutelt von einer Reihe von Elektrik-Problemen blieb den Zuffenhausenern lediglich ein fünfter Rang. In der GT1-Klasse landeten die beidenWerks-Corvetten einen ungefährdeten Klassensieg vor einem privat eingesetzten Aston Martin.

Ein dramatisches Finale gab es in der seriennahen GT2-Klasse in der Jörg Bergmeister im Porsche 911 neben dem Ferrari  von Jamie Melo in die letzte Runde ging. Beide Autos berührten sich mehrmals. Nach zwölf Stunden kreuzte der Ferrari mit 0,202 Sekunden Vorsprung die Ziellinie.

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