Barcelona Test 2

Vettel mit Tagesbestzeit

Foto: BMW Sauber 36 Bilder

Red Bull-Pilot Sebastian Vettel drehte am Dienstag (18.11.) beim F1-Wintertest in Barcelona die schnellste Runde. Zu einem besonderen Debüt kam dabei der Spanier Pedro de la Rosa.








Der katalanische McLaren-Testfahrer durfte am Dienstag erstmals im Cockpit des neuen Partners Force India Platz nehmen. Mit abgeklebten Mercedes-Logos auf dem Helm absolvierte der Aushilfstester 86 Runden, platzierte sich mit einer Zeit von 1:23,543 allerdings ganz am Ende des Zeitenklassements.

Für Sebastian Vettel lief es - zumindest zeitentechnisch - deutlich besser. Der Heppenheimer, der nun offiziell in Diensten seines neuen Red Bull-Teams unterwegs war, markierte mit einer Rundenzeit von 1:19.751 Minuten die Tagesbestzeit. Allerdings begann der Tag für den Youngster nicht ganz optimal. Schon bei der ersten Ausfahrt fing das Heck seines Boliden Feuer und musste mit dem Abschleppwagen in die Box transportiert werden.

Vettel Schnellster, Rosberg Fleißigster

Nach einer dreistündigen Reparatur-Pause konnte Vettel immerhin noch 70 Runden zurücklegen und blieb dabei als einziger Pilot unter der 1:20er-Grenze. Landsmann Nico Rosberg konnte dagegen mit einem Tagesbestwert von 113 Umläufen deutlich mehr Kilometer abspulen. Der Williams-Pilot zeigte dabei erneut den schmalen und weit oben angebrachten Heckflügel der 2009er Konfiguration.

Wie schon am Vortag präsentierten die Teams verschiedene Kombinationen von alten und neuen Teilen. Bei BMW waren Nick Heidfeld und Robert Kubica mit dem auffällig umgebauten F1.08 unterwegs. "Wir haben damit deutlich an Abtrieb verloren, berichtete Kubica. "Dafür haben wir mit den neuen Slick-Reifen wieder mehr Grip in langsamen Kurven." Somit sollte der Unterschied in den Zeiten zwischen 2008 und 2009 nicht so groß ausfallen.

KERS-Entwicklung schreitet voran

Neben der Aerodynamik und den Reifen stand bei BMW - genau wie bei Ferrari und Honda - auch die Weiterentwicklung des Hybrid-Systems auf dem Programm. Bei McLaren-Mercedes wollte Testfahrer Gary Paffet ebenfalls das neue KERS auf der Strecke testen, musste aber nach einem Leck im Ölkreislauf vom modifizierten MP4-23K auf das konventionell angetriebene Modell MP4-23A umsteigen.

Viel Betrieb herrschte bei Vettels ehemaligem Team Toro Rosso. Mit Sebastien Buemi, Sebastien Bourdais und Takuma Sato mussten sich gleich drei Piloten das einzige Fahrzeug teilen. Alle drei Piloten blieben bei ihrer schnellsten Runde innerhalb von zwei Zehnteln. Ein deutlicher Favorit für die Vettel-Nachfolge konnte sich nicht herauskristallisieren.

Zeitentabelle F1-Test Barcelona (Tag 2):

Pos Fahrer Team Zeit Runden
1 Sebastian Vettel RedBull 1:19.751 70
2 Takuma Sato ScuderiaToro Rosso 1:20.017 79
3 Sebastien Bourdais ScuderiaToro Rosso 1:20.034 48
4 Sebastien Buemi ScuderiaToro Rosso 1:20.223 99
5 Gary Paffett (23K) McLarenMercedes 1:21.340 31
6 Robert Kubica BMWSauber 1:21.521 76
7 Nico Rosberg Williams 1:21.525 113
8 Jenson Button Honda 1:21.770 110
9 Gary Paffett (23A) McLarenMercedes 1:21.835 46
10 Adrian Sutil ForceIndia 1:22.073 58
11 Lucas di Grassi Honda 1:22.283 110
12 Nelson Piquet Renault 1:22.348 85
13 Luca Badoer Ferrari 1:22.425 127
14 Marc Gene Ferrari 1:22.772 31
15 Nick Heidfeld BMWSauber 1:22.945 81
16 Guido van der Garde Renault 1:23.250 37
17 Pedro de la Rosa ForceIndia 1:23.543 86

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