BMW iFE.18 für die Formel E 2018

Da Costa und Sims als Werksfahrer benannt

BMW Formel-E-Rennwagen 2018 Foto: BMW

BMW steigt zur neuen Formel-E-Saison offiziell in die Elektro-Rennserie ein. Nun hat die Motorsportabteilung der Münchner den fertigen Rennwagen enthüllt, das Farbdesign vorgestellt und die Fahrerpaarung präsentiert.

Die Elektro-Rennserie Formel E geht erst in ihr fünftes Jahr. Dennoch steht ihr bereits die erste Revolution bevor. Nicht nur, weil nach Audi nun mit BMW ein weiterer großer deutscher Hersteller einsteigt und mit Nissan ein regelrechter Gigant neu in die Serie kommt. Nein, es gibt auch ein völlig neues Auto. Der bisherige, eigenwillig bespoilerte und insgesamt etwas unförmig geratene Bolide hat ausgedient und wird durch einen ungleich spektakulärer gestalteten, für alle Teams fast einheitlichen Rennwagen ersetzt. Sein weltweites Debüt erlebte der Renner im März beim Genfer Autosalon.

Nun hat BMW seine Version des Einsitzers in der Münchner BMW-Welt vorgestellt. Der Hersteller integriert einen komplett selbst entwickelten Antriebsstrang in der Einheits-Chassis, der den Regeln zufolge maximal 250 kW (zuvor 200) leisten darf. Damit sinkt die Null-auf-Hundert-Zeit von 3,0 auf 2,8 Sekunden, als theoretische Höchstgeschwindigkeit gilt ein Wert von 280 km/h. Bei der einheitlichen Batterie gibt es einen Lieferantenwechsel: Statt eines Williams-Akkus mit einer Kapazität von 28 Kilowattstunden (kWh) greift die Serie nun auf 54-kWh-Energiespeicher von McLaren zurück. Dadurch entfällt der bisher notwendige Fahrzeugwechsel zur Rennmitte.

Da Costa und Sims als Fahrerpaarung

Formel E Auto 2018 - Generation 2 Formel E-Renner für 2018 Neues Auto in Genf enthüllt

Wie schon zuvor arbeitet BMW mit dem Andretti-Team zusammen, tritt aber nun deutlich stärker in Erscheinung. Das zeigt sich schon an der Namensgebung: Die Mannschaft um Motorsportchef Jens Marquardt tritt als BMW i Andretti Motorsport in der Formel E an. Im April absolvierte sie mit dem iFE.18 erste Testfahrten. Damals griff BMW-Werksfahrer und DTM-Pilot Bruno Spengler ins Lenkrad und war direkt angetan. Für ihn sei es eine einmalige Aufgabe, ein neues Auto mitzuentwickeln, und der Test sei insgesamt „sehr positiv verlaufen“. Das kann man aber nicht von den gesamten Testaktivitäten behaupten. Bereits im März wollte BMW sein Auto erstmals in Monteblanco ausprobieren, reiste aber gar nicht erst an, weil zuvor technische Probleme aufgetreten waren.

Gleichzeitig stellte BMW seine Fahrerpaarung vor. Sie besteht aus dem Portugiesen Antonio Felix da Costa, der bereits im letzten Jahr für Andretti-BMW gefahren ist, und Alexander Sims aus Großbritannien. Die Lackierung in Weiß-Dunkelblau erinnert an selige Formel-1-Zeiten: Sowohl in der erfolgreichen Turbo-Ära in den 80er-Jahren als zwischen 2000 und 2009 – erst in Kooperation mit Williams, dann mit Sauber – fuhren die Rennwagen in ähnlichen Farb-Codes.

Saisonauftakt am 15. Dezember in Riad

BMW Formel-E-Rennwagen 2018 Foto: BMW
Der neue Formel-E-Rennwagen von BMW in der Heckansicht.

Das steht dem insgesamt futuristisch gestalteten Rennwagen ziemlich gut. Ungewöhnlich sind trotz der Monoposto-Bauweise die verkleideten Räder, die den Formel-E-Boliden widerstandsfähiger gegen Kollisionen machen sollen. Am Heck fällt der zweigeteilte Flügel auf, der zwar cool aussieht, aber nicht besonders viel Abtrieb liefert. Das ist einerseits gewollt, weil die so recht heftig rutschenden Autos dann spektakulärer aussehen, und wird andererseits vom mächtigen Diffusor ausgeglichen. Wie die Formel-1-Autos tragen auch die Formel-E-Boliden den Cockpit-Bügel „Halo“, allerdings integriert er sich hier viel besser ins Gesamtdesign des Fahrzeugs.

Wie gut Auto, Team und Fahrer sind, wird sich erstmals im Oktober zeigen, wenn alle Teams gemeinsam Testfahrten absolvieren sollen. Ernst wird es dann am 15. Dezember, wenn in Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens, das Auftaktrennen der neuen Saison stattfindet.

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