BMW M4 GT3 - Shakedown Dingolfing 2020 BMW
BMW M4 GT3 - Shakedown Dingolfing 2020
BMW M4 GT3 - Shakedown Dingolfing 2020
BMW M4 GT3 - Shakedown Dingolfing 2020
BMW M4 GT3 7 Bilder

BMW M4 GT3 absolviert ersten Test

Rennwagen mit 500-PS-Serienmotor

BMW geht mit der Entwicklung des neuen M4 GT3 in die finale Phase. Werkspilot Augusto Farfus hat in Dingolfing den ersten Shakedown mit dem Rennwagen absolviert. Das neue Kundensport-Modell soll 2022 den betagten M6 GT3 ablösen.

BMW hat am Samstag (18.7.2020) ein neues GT-Zeitalter eingeläutet. Der von vielen Kunden-Teams sehnsüchtig erwartete BMW M4 GT3 spulte endlich seine ersten Testkilometer ab. Nach gut anderthalb Jahren Entwicklungsarbeit in der Fabrik durfte der Brasilianer Augusto Farfus den ersten Probelauf in der Praxis absolvieren.

Schon Anfang 2019 hatte BMW mit den ersten CFD-Simulationen für das neue Rennfahrzeug begonnen. Der mehr als 500 PS starke Reihensechszylinder-Motor mit M TwinPower-Turbotechnologie und Hochdrehzahl-Konzept lief im Februar 2019 erstmals auf dem Prüfstand. Zur Jahresmitte 2019 starteten dann die ersten Windkanaltests mit dem 60-Prozent-Modell.

Anfang 2020 fertigten die Spezialisten im Werk Regensburg die erste Testkarosse des BMW M4 GT3. Danach wurde das Testfahrzeug, mit dem nun der Rollout stattfand, innerhalb von rund sechs Wochen in der Werkstatt von BMW Motorsport aufgebaut.

Um 9.40 Uhr verließ IMSA-Pilot Farfus am Samstag schließlich die Garage auf dem werkseigenen Erprobungsgelände in Dingolfing, um die ersten Funktionstests mit dem brandneuen Modell durchzuführen. Die Ingenieure der Motorsport-Abteilung prüften den GT3-Renner den ganzen Tag lang auf Herz und Nieren.

BMW M4 GT3
BMW
Der neue BMW M4 GT3 wird die große Niere des Serienmodells tragen.

BMW M4 GT3 trotz Corona im Zeitplan

"Es war großartig und eine große Ehre für mich, die ersten Meter im neuen BMW M4 GT3 fahren zu dürfen", sagte Farfus nach dem Rollout. "Ich durfte bereits an der Entwicklung mehrerer BMW Rennfahrzeuge mitwirken und freue mich immer ganz besonders, wenn ich Teil eines so bedeutenden Projekts sein kann. Auch wenn wir beim Rollout natürlich erst einmal hauptsächlich Funktionstests durchführen, habe ich im Auto von Beginn an ein gutes Gefühl und freue mich schon jetzt auf die Testfahrten, die in den kommenden Monaten auf dem Programm stehen."

BMW-Motorsport-Chef Helmut Marquardt schickte anschließend ein besonderes Dankeschön an seine Truppe: "Es ist äußerst bemerkenswert, dass wir es unter den sehr schwierigen Voraussetzungen der letzten Monate geschafft haben, unser Entwicklungsprogramm unter Einhaltung der strengen Sicherheits- und Hygienevorschriften der BMW Group im Zuge der COVID-19-Pandemie planmäßig durchzuziehen und den von vornherein angepeilten Termin für den Rollout des BMW M4 GT3 einzuhalten."

Der Shakedown in Dingolfing war aber nur der erste Schritt der praktischen Erprobungsphase. Schon in der kommenden Woche stehen auf der Strecke im südfranzösischen Miramas die ersten Testfahrten auf dem Programm. Laut BMW sollen noch in diesem Jahr die ersten Renneinsätze zu Testzwecken folgen. In welcher Serie der M4 GT3 sein Debüt gibt, wollten die Verantwortlichen aber noch nicht verraten.

BMW M4 GT3 - Shakedown Dingolfing 2020
BMW
Augusto Farfus durfte das neue Rennfahrzeug beim Rollout pilotieren.

GT3-Motor aus dem M4-Serienmodell

Ab der Saison 2022 sollen die ersten BMW GT3-Renner dann bereit sein für den Start in Sportwagen-Serien weltweit. Damit löst das neue Modell nach sechs Jahren endlich den betagten M6 GT3 ab, der bereits seit 2016 bei Kundenteams im Einsatz ist.

BMW verriet außerdem, dass die Entwicklung des M4 GT3 in den vergangenen Monaten parallel zur Straßenversion verlief. Die Serienmodelle des M4 Coupé und der M3 Limousine werden im September ihre Weltpremieren feiern. Übrigens bekommt auch das Rennmodell die riesige Niere, die bei den Fans auf ein geteiltes Echo stieß.

Auch unter der Haube gibt es Gemeinsamkeiten. So soll im Serienmodell das gleiche Sechszylinder-Aggregat zum Einsatz kommen wie bei der GT3-Version. "Unsere Ingenieure haben das Aggregat von vornherein mit einer unmittelbar aus dem Rennsport abgeleiteten Leistungscharakteristik konstruiert", versprach Markus Flasch, der Geschäftsführer der BMW M GmbH.

BMW 4er
Artikel 0 Tests 0 Generationen 0 Videos 0
Alles über BMW 4er