Dakar fällt wegen Terrorgefahr aus

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Update + + Die 30. Auflage der Rallye Dakar ist am Freitag (4.1.) aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Das hat der Veranstalter ASO einen Tag vor dem geplanten Start in Lissabon offiziell bestätigt.

Zuvor hatte das französische Außenministerium die Organisatoren der Rallye vor Übergriffen durch Terroristen in Mauretanien gewarnt und die Empfehlung ausgesprochen, den Wüstenklassiker nicht zu starten. Die Situation in Mauretanien war im Dezember zu gefährlich geworden, nachdem an Heiligabend erst vier französische Touristen erschossen und drei Tage später auch drei Soldaten getötet wurden.

Keine Kompromisse

Die ASO teilte am Freitag in einer schriftlichen Erklärung mit, dass es die oberste Verantwortung sei, die Sicherheit aller Teilnehmer zu gewährleisten. Diese Sicherheit werde niemals Gegenstand von Kompromissen sein, heißt es.

Bis zuletzt sollen direkte Drohungen von "terroristischen Strömungen" gegen die Rallye ausgesprochen worden sein. Die Veranstalter verurteilten diese terroristische Bedrohung, die ein Jahr Arbeit, Engagement und Begeisterung aller Teilnehmer zunichte gemacht hätten.

Auswirkungen auf die Zukunft soll die Absage 2008 nicht haben: "Die Rallye Dakar ist ein Symbol, und ein Symbol kann nichts zerstören", bekräftigte die ASO. Die Organisatoren kündigten bereits an, in den kommenden Monaten mit den Planungen für die Dakar 2009 zu beginnen.

Druck der Regierung

Die französische Regierung hatte bereits am Donnerstagabend ihre Bedenken gegen den geplanten Start geäußert: "Die Rallye-Organisation wurde von uns über das hohe Risiko in Mauretanien informiert. Das Ministerium hat allen Franzosen von einer Reise nach Mauretanien dringend abgeraten. Was für die französische Bevölkerung gilt, gilt auch für die Organisation der Rallye Dakar", warnte Regierungssprecher Laurent Wauquiez vor Journalisten.

Rallye-Leiter Etienne Lavigne, der nach einer Besprechung mit den mauretanischen Behörden am 27. Dezember Grünes Licht für den zentralen Schauplatz Mauretanien mit acht der 15 Etappen gegeben hatte, hatte sich anfangs noch bedeckt gehalten. Er hatte die Entsendung von 3.000 privaten Sicherheitskräften nach Mauretanien zunächst als ausreichend erachtet.

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