Übler McLaren MP4-12C GT3 24h Nürburgring 2012 Dr. Jürgen Gebhardt
Übler McLaren MP4-12C GT3 24h Nürburgring 2012
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Dörr-McLaren auf Platz 27: Mit dem Messer zwischen den Zähnen

Dörr-McLaren auf Platz 27 Mit dem Messer zwischen den Zähnen

Schon weit vor dem Start des 24h-Rennens kochen in der Box Emotionen hoch, als hätte man den Zieleinlauf bereits hinter sich. Mit Startplatz 27 liegt der McLaren MP4-12C mit der Startnummer 69 von auto motor und sport-Testchef Jochen Übler über den Erwartungen.

Die Taktik zum zweiten gezeiteten Training am Freitag war klar: Kilometer sparen. Den McLaren für das Rennen schonen. Höchstens eine neue Spezifikation Regenreifen testen, zwei Runden für jeden Fahrer auf der Grand Prix-Strecke, um den McLaren bei nassen Verhältnissen kennen zu lernen.

Pünktlich zum zweiten Training trocknete die Strecke jedoch ab. Insofern war der Plan dahin. Die neue Parole: Die Teilnahme am Top 40-Qualifying sichern. Teammanager Uwe Isert lost die zwölfte Position für die Startnummer 69. Das neu eingeführte Shootout sorgt für eine Anspannung, die sonst nur kurz vor dem Fallen der Zielflagge aufkommt.

Dörr McLaren fährt in die Top 30

Gestandene Männer fallen sich weinend in die Arme. In der Box kochen Emotionen hoch, die sonst nur bei Zielankunft am Sonntag um 16 Uhr zu sehen sind. Rudi Adams hat unsere Nummer 69 mit dem Messer zwischen den Zähnen durch die beiden gezeiteten Runden gehetzt. Im zweiten Umlauf bleibt eine Rundenzeit von 8.32,569 Minuten stehen. Startplatz 27!

Mit einem Schlag fällt die Anspannung aller Teammitglieder ab. Am meisten von Rudi Adams, der mit Applaus begrüßt wird. "Das ist echt der Hammer. So ein Einzelzeitfahren zehrt ungemein an den Nerven. Du meinst, es seien alle Augen auf dich gerichtet. Ist wohl auch so", berichtet ein abgekämpfter aber glücklicher Rudi Adams. Und er kann sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen: "Unser Schwesterauto steht zwei Plätze hinter uns? Auch gut...". Die teaminternen Messer sind wohl auch schon gewetzt. 

"Um 20 Uhr ist heute Feierabend", gibt Team-Manager die Parole aus. "Die Mannschaft braucht Schlaf. Schließlich haben wir bis heute Morgen um vier Uhr geschuftet." Noch eine kurze Mahlzeit und dann schleunigst ins Bett. Morgen um 16 Uhr geht's endgültig richtig los.

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