Foto: Mitsubishi

Entführungsplan für Dakar-Sieger

Zwei Etappen der Rallye Dakar sollen getrichen worden sein, weil angeblich eine islamistische Bande die führenden Teilnehmer kidnappen wollte.

Auf einer schwarzen Liste, die dem französischen Geheimdienst vorgelegen haben soll, standen die Namen der Sieger Stéphane Peterhansel (Auto-Kategorie) und Juan Roma (Motorrad) ganz oben.

Laut einem Bericht des französischen Nachrichten-Magazins "Le Point" orteten die Geheimdienstler in Mali eine 100-köpfige Gruppe, die vom einschlägig bekannten Terroristen Amari Saifi angeführt worden sei. Der unter dem Namen Abderrazak bekannte Bandenführer war auch für die Entführung der 32 Sahara-Touristen im vergangenen Jahr verantwortlich.

Dementi aus Bamako

Die Bande habe sich in den letzten Dezember-Monaten mit Waffen eingedeckt und sei dann von Südalgerien in die südliche Sahara aufgebrochen. nachdem ihr Hinterhalt entdeckt worden sei, sollen die Entführer in Geländefahrzeugen geflohen sein.

Die zehnte und elfte Etappe der Rallye Dakar wurden nach der Warnung des Französischen Verteidigungsministeriums an den Dakar-Veranstalter abgesagt. Auch der Geheimdienst in Mali soll informiert gewesen sein. Aus dem Präsidentenpalast in Bamako kam allerdings zum besagten Zeitpunkt ein heftiges Dementi.

Vorgeschobene Gründe?

Im Fahrerlager der Dakar mochte die Terror-Geschichte kaum jemand glauben. Die Mehrheit vermutete, der Veranstalter wolle mit einer vorgeschobenen Terrorwarnung seine Rallye retten. Wegen außerordentlich harter Etappen zuvor, drohte die große Mehrheit der Teilnehmer wegen Zeitüberschreitung aus der Wertung zu fliegen. Nach der Absage der zwei Etappen führte Rallye-Leiter Patrick Zaniroli das Starterfeld dank einer großzügigen Amnestie wieder zusammen.

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