Rowe BMW - VLN - Nürburgring-Nordschleife - 23. März 2019 Stefan Baldauf / Guido ten Brink

VLN 2019, Ergebnis 1. Rennen

Rowe-BMW holt ersten Sieg

Der BMW M6 GT3 von Rowe Racing trug sich als erster in die Siegerliste der Saison 2019 ein – vor Porsche und dem Rowe-Schwesterauto. Heftiger Crash des Publikumsliebling VW Jetta.

Der Saisonauftakt der VLN verlief etwas holprig. Das Eifelwetter zeigte sich wieder einmal launisch und bescherte allen Beteiligten dichten Nebel am Samstagmorgen. So musste das Zeittraining nach mehreren Inspektionsrunden bis auf 12.30 Uhr verschoben werden. Regulär findet das Training von 8.30 bis 10 Uhr statt, um 12 Uhr ist gewöhnlich Rennbeginn. Der verzögerte sich ebenfalls auf 15.20 Uhr. In Folge dessen musste man die Renndauer auch auf 2 Stunden 45 Minuten kürzen.

Pole für BMW

Im Training setzte BMW ein Ausrufezeichen. Tom Blomqvist lieferte die erste Pole-Position der Saison 2019 mit 8:01.192 Minuten ab. Die Rundenzeit war deshalb viel beachtet, weil die GT3-Klasse, die SP-X und die SP-Pro eine Leistungsreduzierung von fünf Prozent von der FIA verordnet bekam und zugleich die Nordschleife an vielen Streckenabschnitten neu asphaltiert wurde.

Den Start im Rowe-BMW absolvierte Connor de Phillippi, der sich klar gegen Marco Mapelli im Konrad-Lamborghini durchsetzen konnte. Dahinter krachte es allerdings. Fabian Schiller im GetSpeed-Mercedes kam mit dem Manthey-Porsche von Earl Bamber (#911) und dem AutoArena-Mercedes von Black Falcon mit Yelmer Buurman am Steuer aneinander. Für die beiden Mercedes AMG GT war gleich Schluss, die #911 schleppte sich noch zur Box, doch wegen des heftigen Schadens am Heck musste man schließlich aufgeben. „In der Schikane hat der rot-weiße Mercedes gebremst, ich habe versucht das zu vermeiden und schließlich ist mir jemand hinten rein gekracht”, berichtete Porsche-Werksfahrer Earl Bamber.

VLN 1 - Nürburgring - 23. März 2019
Stefan Baldauf / Guido ten Brink
Beide Rowe-BMW schafften es auf das Podium.

Beide Rowe-BMW auf Podium

Der Rowe-BMW setzte sich an der Spitze zunächst ab und kehrte nach drei Runden bereits mit 8,5 Sekunden Vorsprung vor dem Konrad-Lamborghini zurück. Doch am Ende sollte das Schwesterauto den ersten Sieg der Saison für sich reklamieren. Nick Catsburg, Marco Wittmann und John Edwards holten im BMW M6 GT3 mit der Startnummer 99 mit 5,486 Sekunden Vorsprung nach 20 Runden den Sieg.

Die Entscheidung fiel erst in der letzten Runde. Der BMW M6 GT3 schob sich noch an dem bis dahin führenden Manthey-Porsche mit der Startnummer 912 (Patrick Pilet/Frederic Makowiecki) vorbei. “Ich bin in einer Code 60-Zone überholt worden” meinte Patrick Pilet zunächst. „Ich habe vorher schon zehn Sekunden verloren, weil manche in der Code 60 mit 40 gefahren sind. Das gehört dazu. Aber er hat mich dann in der Code 60 überholt. Vielleicht war da noch eine Flagge, aber ich habe sie nicht gesehen.“

Edwards wird freigesprochen

Im Nachhinein wurde der Fall von der Rennleitung untersucht und man kam zum Ergebnis, dass Edwards den Porsche regelkonform überholt hat. „Wir hatten mit beiden Fahrzeugen eine gute Pace”, sagte Marco Wittmann. “Wir waren das einzige Fahrzeug in der Spitzengruppe, die den Start-Stint eine Runde länger fahren konnten als alle anderen. Das haben wir auch im zweiten Stint so durchgezogen. Das war unser kleiner Vorteil, dass der letzte Stopp der kürzeste von allen war. Wir waren selbst etwas überrascht.”

Den dritten Platz belegte das Schwesterauto mit der #98, das die Anfangsphase dominierte. Mikkel Jensen, Tom Blomqvist und Connor de Phillippi waren nicht ganz happy. „Wir hätten eigentlich gewinnen müssen”, sagte Blomqvist. “Vielleicht hatten wir nicht die beste Strategie, aber trotzdem war das Auto sehr schnell und Connor hat einen tollen Start hingelegt.”

Bester Audi auf Platz 6

Neben BMW prägte Porsche das Bild in den Top 5.Hinter den Podiumsplätzen landeten zwei weitere Elfer. Klaus Bachler und Jörg Bergmeister beendeten das Rennen für Falken auf dem vierten Platz, der Frikadelli-Porsche von Matthieu Jaminet und Matt Campbell wurde Fünfter. Phoenix Racing schloss das Rennen mit der neuen Evo-Version des Audi R8 LMS auf der sechsten Position (Frank Stippler/Vincent Kolb) vor dem besten Mercedes von HTP Motorsport mit der Startnummer 48 ab (Christian Hohenadel/Maxi Götz/Raffaele Marciello). Die Top-Ten komplettieren der Falken-BMW (Alex Imperatori/Jens Klingmann), der Konrad-Lamborghini (Michele di Martino/Marco Mapelli/ Franck Perera) und der Audi von Car Collection (Christopher Haase/Markus Winkelhock).

Der Sieg in der Pro-Am-Klasse und Gesamtrang 12 ging an den Walkenhorst-BMW M6 GT3 mit der startnummer 35 von Rudi Adams, Immanuel Vinke und Jody Fannin. Der Glickenhaus-Renner schaffte Gesamtrang 15 hinter dem Mercedes-Trio von GetSpeed, wo unter anderem Fabian Vettel ein erfolgreiches GT3-Debüt absolvierte. Die amtierenden Meister von Adrenalin Motorsport aus der V4-Klasse mussten schon das erste Rennen bei der Mission Titelverteidigung abhaken. Ein Reifenschaden zu Beginn machte dem Trio Rink/Brink/Leisen einen Strich durch die Rechnung.

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Der Crash des VW Jetta gehörte zur heftigen Sorte.

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