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Ergebnis Rallye Dakar 2018

Carlos Sainz besiegt die Toyota-Fraktion

Carlos Sainz - Peugeot 3008 DKR Maxi - Rallye Dakar 2018 - Motorsport Foto: Peugeot 23 Bilder

Peugeot feiert bei der Rallye Dakar den dritten Sieg in Serie – und steigt aus. Diesmal führte Carlos Sainz die Franzosen zum Triumph gegen die starken Toyota-Allradler.

22.01.2018 Andreas Haupt

Es war ein hartes Stück Arbeit. Die 40. Auflage der Rallye Dakar führte die Fahrer über fast 9.000 Kilometer durch Peru, Bolivien und Argentinien. Davon wurden 4.047 Kilometer gewertet. Die Route führte das Starterfeld durch Sand, über Stein und Geröll. Es ging zwischenzeitlich hoch bis auf 4.786 Meter und wieder runter. Ein Mann behielt besonders die Nerven im Abnutzungskampf für Maschine und Mensch: Carlos Sainz.

Das letzte Meisterstück von Carlos Sainz

Ausgerechnet jener Sainz, Rallye-Weltmeister 1990 und 1992, der mit VW die Dakar 2010 gewonnen hatte, seither aber eher durch Unfälle und ein schwaches Nervenkostüm aufgefallen war. Zuletzt hatte er fünf Ausfälle in Folge verbucht. Doch im Spätherbst seiner Karriere gelang „El Matador“, wie ihn die Spanier liebevoll nennen, sein wohl letztes Meisterstück in seiner mehr als 30 Jahre langen Profi-Karriere. Sainz eroberte gegen Hälfte der Rallye Dakar 2018 nach dem Ruhetag in La Paz die Gesamtführung. Danach verwaltete sie der 55-Jährige bis ins Ziel, das er nach insgesamt 49 Stunden, 16 Minuten und 18 Sekunden Fahrzeit gemeinsam mit Beifahrer Lucas Cruz erreichte.

Carlos Sainz - Peugeot 3008 DKR Maxi - Rallye Dakar 2018 - Motorsport Foto: Red Bull
Carlos Sainz gewinnt zum zweiten Mal nach 2010 die Rallye Dakar.

„Dies war eine wirklich schwierige Rallye für mich, vielleicht die anspruchsvollste Dakar, die ich jemals gefahren bin“, erklärte der Sieger der Rallye Dakar 2018. „Die Veranstalter haben eine herausfordernde Route mit vielen schwierigen Prüfungen erarbeitet. Selbst die letzten beiden Etappen waren unglaublich, und auch Peru war sehr knifflig. Für Lucas und mich ist es toll, bei einer so anspruchsvollen Rallye zu siegen. Der Peugeot 3008 DKR Maxi ist wahrscheinlich das beste Auto, das ich im Marathonrallye-Sport gefahren bin. Mein Dank gilt allen, die uns bei diesem Projekt unterstützt haben. Und einen großen Dank an Peugeot Sport.“

Peugeot verabschiedet sich

Für Peugeot ist es der insgesamt siebte Gesamtsieg bei der Dakar und der dritte in Serie. Jetzt ist Schluss. Peugeot Sport konzentriert sich lieber auf die Rallycross-Weltmeisterschaft und bereitet sich auf die elektrische Rallycross-Serie vor, die 2020 starten soll. In den letzten beiden Jahren hatte Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel für die Franzosen triumphiert. Diesmal verpasste der Franzose das Podest. Peterhansel gelangen zwar drei Tageserfolge, einer mehr als Sainz, dafür verunfallte er in seinem Peugeot 3008 DKR Maxi zwei Mal. Auf der siebten Etappe wich er einem Quadfahrer aus und beschädigte sich an einem Felsen die linke Hinterradaufhängung. Auf der 13. Etappe kollidierte er mit einem Baum. Daraufhin musste die Lenkung ausgetauscht werden. Beides Mal eilte Cyril Despres zur Hilfe, der seine Erfolgschancen schon auf der vierten Etappe durch einen Unfall ausgelöscht hatte. Für Peterhansel sprang der vierte Platz heraus.

Toyota heizte Peugeot diesmal kräftig ein. Änderungen im Reglement ließen den überarbeiteten Hilux mit V8-Saugmotor und Allradantrieb näher an die hinterradgetriebenen Buggys heranrücken. Der Pickup wog nur noch 150 Kilogramm mehr. Ein längerer Federweg (280 statt 250 Millimeter) half, Unebenheiten besser wegzubügeln. Die Aufteilung der gewonnenen Tageswertungen zeigt die Ausgeglichenheit: Peugeot errang sieben Bestzeiten, Toyota deren sechs. Das Ergebnis: Nasser Al-Attiyah landete auf dem zweiten Platz. Gefolgt von Giniel de Villiers im zweiten Hilux mit Mittelmotor. Für die Mini-Truppe gab es bei der Rallye Dakar 2018 wenig bis gar nichts zu feiern. Jakub Przygonski wurde als bester Einsatzfahrer Fünfter.

Schnellster Motorradpilot war Matthias Walkner auf KTM. Bei den Quads setzte sich Ignacio Casale durch. Unter den Truckfahrern hatte Eduard Nikolaev das beste Händchen in Südamerika. Die Wertung SXS ging an Reinaldo Varela.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen einige Highlights der Rallye Dakar 2018.

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