Ergebnis VLN, 9. Lauf 2018

Falken siegt, Adrenalin Meister

VLN 9 - Nürburgring - 20. Oktober 2018 Foto: Stefan Baldauf 69 Bilder

Beim VLN-Finale holten Martin Ragginger und Klaus Bachler im Falken-Porsche zden zweiten Saisonsieg vor HTP und Black Falcon. Rink, Brink und Leisen von Adrenalin Motorsport Meister mit dem BMW 325i.

Der sechste VLN-Lauf war für Falken Motorsport das große Highlight. Man holte den ersten Sieg mit dem Porsche 911 GT3 R und zugleich den ersten Doppelsieg mit dem BMW M6 GT3 auf Platz zwei. Beim VLN-Finale am Samstag (20.10). baute die Mannschaft nun die persönlich Sieg-Statistik aus und holte mit Martin Ragginger und Klaus Bachler erneut einen Triumph in der Gesamtwertung. Im Gegensatz zur Konkurrenz von Mercedes, die mit HTP Motorsport und Black Falcon auf den Rängen zwei und drei landeten, setzte man auf eine konservative Boxenstopp-Taktik und absolvierte den Service nach 7 Runden und danach alle 8 Runden. So konnte man sich nach dem letzten Stopp auch noch in Führung vor den Rivalen halten.

Zweiter Sieg für Falken-Porsche

„Uns war klar, dass sich das am Ende ausgeht”, sagte Martin Ragginger. “Wir hatten nur am Ende noch ein leichtes technisches Problem. Eine Runde mehr wäre nicht drin gewesen.” Dass man nun mit dem Porsche schon zum zweiten Mal als Erster die Ziellinie kreuzte nachdem man eine lange Durststrecke hatte, erklärt der Österreicher so: „Das Gesamtpaket ist einfach besser geworden. Und auch von der BoP her ist alles näher beieinander.”

Bei diesem Erfolg war dieses Mal auch Teamchef Sven Schnabel dabei. Die erste Siegesfeier bei VLN 6 verpasste er noch, weil er beim Porsche Supercup in Monza weilte. Für die Fans war der Sieg des Falken-Porsche sicher auch speziell, schließlich durften sie alle auf dem Elfer unterschreiben. Es war eine Aktion anlässlich des letzten Rennens der 911 GT3-Generation, die nächste Saison vom Nachfolger abgelöst wird.

VLN 9 - Nürburgring - 20. Oktober 2018 Foto: Stefan Baldauf
Der neue Toyota Supra war ein Magnet für Fotografen beim Finale der VLN.

Mercedes-Taktik geht nicht auf

Die beiden Mercedes setzten auf die Taktik, die sich in den letzten Rennen bewährt hatte. Sie bogen bereits in Runde 5 zum ersten Reifenwechsel ab. Zu dieser Zeit wurde im Streckenbereich Klostertal gerade eine Code 60-Phase ausgerufen. Folglich kamen die beiden Renner von AMG auch früher zum finalen Service, konnten im Anschluss aber nichts mehr gegen den Falken-Porsche ausrichten. Zuvor hatten sich Patrick Assenheimer und Hubert Haupt auf der Strecke Saures gegeben. Das Trio Assenheimer/Götz/Marciello behielt die Oberhand und wurde Zweiter vor Buurman/Haupt/Stolz. “Wir wollten vor dem Porsche bleiben, da er schwierig auf der Strecke zu überholen ist”, meinte HTP-Pilot Marciello, der noch wenige Nordschleifen-Kilometer auf dem Buckel hat, aber trotzdem schon mit Top-Zeiten glänzt.

Auch bei Black Falcon dachte man die Strategie eines frühen Stopps ginge sich aus. „Die Code 60-Phase zu diesem Zeitpunkt war schon ein Grund”, sagte Stolz. “Zudem hing ich hinter dem Rowe-BMW fest. Wir dachten das geht sich wie in den letzte Rennen aus. Aber Falken hatte auch zwei Mal in Gelbphasen Glück, die wir schlecht erwischt haben.”

Neuer Trainingsrekord von Krognes

Bei Rowe Racing, die nach einer längeren Pause wieder mal in der VLN dabei waren, musste man sich mit Platz 4 begnügen. Krohn/Bastian/Catsburg konnte nicht wirklich um den Sieg mitreden. Beim Team wunderte man sich über die eigene Performance, die man eigentlich höher eingeschätzt hatte, aber kein spezielles Problem identifizieren konnte. Dahinter landete der GetSpeed-Porsche von Böckmann/Jans und der Phoenix Audi R8 LMS von Stippler/Kolb. Aus der SP-X-Klasse schloss die Evo-Version des Audi R8 LMS auf der siebten Gesamtposition ab. Die Top-Ten vervollständigen der Walkenhorst BMW M6 GT3 (Hirschi/Abbott/Tresson), der Konrad-Lamborghini (Brück/di Martino) und der Wochenspiegel-Ferrari (Weiss/Kainz/Krumbach). An den Ferrari geht damit auch der Pokal in der SP9-Premium-Wertung.

Im Zeittraining gab es bereits einen neuen Rekord zu vermelden. Christian Krognes stellte eine neue schnellste Runde im Walkenhorst BMW M6 GT3 mit 7:52.578 Minuten auf. Im Rennen schied man allerdings vorzeitig aus.

Adrenalin sind neue VLN-Meister 2018

Bei Frikadelli Racing musste man die Segel schon streichen, bevor es überhaupt richtig losgehen konnte. Im Qualifying am Vormittag machte Alex Müller einen Fahrfehler und berührte daraufhin mit dem Porsche 911 GT3 R die Leitplanke. Die rechte Seite des Elfers war so stark beschädigt, dass man von einem Start im Rennen abgesehen hat. Auch bei Land Motorsport, die mit Mies/van der Linde angetreten waren, steckte der Wurm drin. Der Audi R8 LMS war in Führung liegend plötzlich langsam und schließlich in der Box abgestellt worden.

VLN 9 - Nürburgring - 20. Oktober 2018 Foto: Stefan Baldauf
Bei Adrenalin jubelte man über den Meistertitel.

Die neuen VLN-Meister 2018 heißen Danny Brink, Christopher Rink und Phillipp Leisen. Sie konnten sich erneut mit einem Klassensieg in der V4 gegen die Konkurrenz durchsetzen. Erst am Donnerstag (19.10.) vor dem VLN-Saisonfinale konnte man die Berufungsverhandlung vor dem DMSB-Sportgericht gewinnen. Vorausgegangen war ein Protest der Konkurrenz von Manheller Racing. Der Verdacht, der durch die technischen Kommissare aufgestellt wurde, die Pendelstütze an ihrem BMW 325i sei nicht regelkonform, bestätigte sich nicht. Auch der Vizetitel in der Gesamtwertung geht an Adrenalin Racing.

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