Erster Nascar-Sieg für Montoya

Foto: NASCAR

Juan Pablo Montoya schrieb beim Mexico 200 ein kleines Stück amerikanischer Motorsport-Geschichte. Der Kolumbianer ist der erste Lateinamerikaner, der ein Rennen der Busch-Serie gewinnen konnte. Unumstritten war der Erfolg Montoyas allerdings nicht,

Ein kleines bisschen war es auch ein Heimspiel für den Mann aus Bogota. Schließlich sprach das Volk auf den Tribünen des Autodromo Hermanos Rodriguez seine Mutterprache. Dennoch ist die Buschserie, die zweite Liga des Stockcar-Sports, eine zutiefst nordamerikanische Angelegenheit, in der nun erstmals ein Kolumbianer ein Rennen gewann.

Beim"Mexico 200" bewies Montoya  mit einer langen Führung in der ersten Rennhälfte bereits früh, dass er bereit war, im Kampf um den Sieg einWörtchen mitzureden. Zeitweilig führte er mit 15 Sekunden Vorspung und drehte die schnellste Runde des Rennens.

Problem beim Tanken

Doch dann gab es ein Problem beim Nachtanken, das den Ex-Formel 1-Piloten zu einem zusätzlichen Boxenstopp zwang. Montoya reihte sich auf Rang 21wieder ein, kämpfte sich aber in den letzten 20 Runden mit frischen Reifen wieder nach vorn.

Montoya wäre nicht Montoya, wenn es nicht noch ein wüstes Überholmanöver mit Feindkontakt gegeben hätte. Doch es traf sogar einen Freund. Neun Runden vor Schluss lief Montoyas Dodge auf Ganassi-Teamkollege Scott Pruett auf. Montoya traf Pruett ander rechten hinteren Ecke und drehte den Führenden von der Bahn. Somit war der Weg zum Sieg frei. Auch für Pruett wäre es der erste Nascar-Sieg gewesen.

Scott Pruett: "Das schmutzigste Manöver"

"Das war das schmutzigste und fieseste Manöver, das ich unter Teamkollegen je erlebt habe" regte sich Pruett anschließend auf. Auch Montoyas Renningenieur Brad Parrott fand kritische Worte: "Ich bin wirklich froh über den Sieg, aber sauer, dass wir eines unserer Autos verloren haben."

Montoya entschuldigte sich umgehend: "Es tut mir sehr leid für Scott.Wir sind ja nicht nur hier Teamkollegen. Wir sind auch die 24 Stunden von Daytona zusammen gefahren. Ich habe ein bisschen später gebremst als er. Er kam ziemlich weit nach außen und für mich blieb einfach kein Platz zum Ausweichen. Ich ging vom Gas, aber es war zu spät."

Denny Hamlin: "Juan war schneller"

Konkurrent Danny Hamlin, der das Rennen als Zweiter beendete und bei der Ganassi-Kollision einen Logenplatz hatte, mochte den Vorfall nicht so streng sehen: "Es ist schwer zu entscheiden. Ich würde es nicht als schmutzige Aktion bezeichnen. Sagen wir, es war ein wenig zu aggressiv.Juan hatte das schnellere Auto, er hätte ihn früher oder später ohnehin überholt."

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