F1-Test

Rosberg fliegt ab, Williams fliegt heim

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Nach einem heftigen Unfall von Nico Rosberg am Mittwoch-Vormittag (2.5.) hat das Williams-Team die Testfahrten in Barcelona vorzeitig abgebrochen. Rosberg blieb bei dem Unfall unverletzt.

Ein rutschiger Randstein war Nico Rosberg zum Verhängnis geworden. Er wurde nach dem Crash in Kurve acht am frühen Morgen zunächst ins Streckenhospital und anschließend für weitere Untersuchungen in eine Klinik gebracht.

"Nico ist wohl ein bisschen zu sehr auf den Randstein geraten, und - vielleicht wegen des Regens gestern - gab es dort nicht viel Gummiabrieb, und das war’s dann", sagte Rod Nelson, der Chef des Williams-Testteams gegenüber "Autosport".

Auto schwer beschädigt

Während der Wiesbadener mit dem Schrecken davongekommen ist, hat es sein Auto übel erwischt. Der FW27 ist an der Front und auf der rechten Seite schwer beschädigt. Das Chassis ist laut Technikchef Sam Michael nicht mehr zu retten. Daraufhin entschied Nelson, die Testfahrten vorzeitig abzubrechen. Alexander Wurz war gerade erst für den letzten Testtag angereist, und konnte sich gleich wieder auf den Rückweg machen.

Für Williams war der aktuelle Barcelona-Test ein Desaster. Am ersten Tag (30.4.) knallte bereits Testfahrer Kazuki Nakajima mit 240 km/h in die Streckenbegrenzung, dabei zerstörte der Japaner den einzigen neuen Heckflügel, den die Konstruktionsabteilung vor dem Spanien-GP (13.5.) bis dahin fertiggstellt hatte.

Am Dienstag dann hinderte starker Regen alle Teams an produktiver Arbeit. Rosberg war zwar ohne das neue Aero-Paket auf nasser Piste Fünftschnellster unter einem Dutzend Piloten, doch der Abstand zur Spitze betrug immerhin 2,3 Sekunden.

Am Mittwochmorgen (2.5.) hatte das Team gerade neue, eilig aus England eingeflogene Flügelteile montiert, als Rosberg auf seiner ersten schnellen Runde mit 180 km/h abflog und mit zehnfacher Erdbeschleunigung in die Mauer einschlug.

Rod Nelson: Seltsame Logik


Wegen des Regentags verlängerten die meisten Teams die Testfahrten noch bis Donnerstag, doch Williams nutzt die Verlängerung nichts mehr. "Das war wirklich nicht unsere Woche", sagt Rod Nelson. Doch der Testchef bleibt optimistisch: "In Malaysia hatten wir einen guten Test, aber ein schlechtes Rennen. Vielleicht ist es ja dieses Mal umgekehrt."

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