Ferrari 296 GT3 - Fiorano - Testfahrten Ferrari
10/2019, Ferrari 488 GT3 2020
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10/2019, Ferrari 488 GT3 2020 10 Bilder

Erste Fahraufnahmen vom neuen Ferrari 296 GT3

Ferrari 296 GT3 (2023) Kundenrenner dreht erste Runden

Mit dem aktuellen Ferrari 488 GT3 sammelte die Kundensport-Abteilung der Italiener in den letzten Jahren zahlreiche Erfolge. Nun gibt es Bilder vom Rollout des heißersehnten Nachfolgers auf Basis des 296 GTB.

Die GT3-Szene erlebt im Moment ihren bisher größten Boom. Überall auf der Welt freuen sich Serien mit den von Kunden eingesetzten Rennern über riesige Starterzahlen. Allein in Deutschland bieten das ADAC GT Masters und die im letzten Jahr neu aufgestellte DTM große und vielfältige Felder. Ähnlich rosig sieht es auch bei den großen Langstreckenklassikern aus, wo GT3-Wagen meist die Top-Klasse formen – zum Beispiel bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring.

Eine beliebte Wahl für diese zahlreichen Einsatzmöglichkeit dürfte in Zukunft der Ferrari 296 GT3 werden, der 2023 den aktuellen 488 Evo in die wohlverdiente Renn-Rente schickt. Zusammen mit seiner Vor-Facelift-Version sammelte der italienische Verkaufsschlager 107 Titel und 429 Siege in 770 Rennen. Laut Ferrari ist der 488 damit das erfolgreichste Auto der Firmengeschichte. Eine erstaunliche Statistik, wenn man an die ebenfalls erfolgsverwöhnten Karrieren der GT3-Vorgänger 430 und 458 denkt.

Ferrari 296 GT3 - Fiorano - Testfahrten
Ferrari
Bei der Form des 296 GTB ließen sich die Ferrari-Designer vom 250 LM inspirieren, der im Jahr 1965 den letzten Le-Mans-Gesamtsieg für Ferrari holte. Dementsprechend tritt auch die Rennversion in große optische Fußstapfen.

Konzeptwechsel beim Antrieb

Nach vielen Jahren des erst offenen und dann turbogedämpften V8-Sounds müssen sich die GT-Tifosi ab 2023 an ein neues Klangbild gewöhnen. Wie auf der Straße wird der 296 von einem turboaufgeladenen 3-Liter-V6-Motor angetrieben. Im Gegensatz zur Serie darf der Rennableger allerdings nicht mit Hybrid-Unterstützung antreten, da das Reglement für die nächsten Jahre weiterhin klassische Verbrenner fordert. Aufgrund dieser Vorgaben musste Honda den Antrieb seines NSX GT3 ebenfalls modifizieren.

Damit auch der 296 GT3 der Konkurrenz von Honda und Co. das Fürchten lehren kann, hat Ferrari ein intensives Testprogramm aufgesetzt. Als Auftakt drehte der Kundensportler am Dienstag (12.4.) nun seine ersten Runden auf der Ferrari-Hausstrecke in Fiorano. Am Steuer saßen der zweimalige Weltmeister Alessandro Pier Guidi und der erfahrene Testpilot Andrea Bertolini. Wie üblich wechselten sich bei der ersten Probefahrt längere Stints und ausgiebige Technik-Checks ab.

Ferrari 296 GT3 - Fiorano - Testfahrten
Ferrari
Goldene Zeiten für das "Cavallino rampante": In naher Zukunft wird sich auch das neue Hypercar erstmals auf der Hausstrecke in Fiorano zeigen.

Paralleles Debüt mit dem Hypercar

Die Renn-Saison 2023 bringt für Ferrari-Fans gleich zwei Gründe zur Vorfreude. Neben dem GT3-Auto für Kunden, dessen Produktion beim Spezialisten Oreca bereits angelaufen ist, wird auch ein großer Bruder in der Form eines Werks-Hypercars an den Start gehen. Dabei handelt es sich um einen Prototypen für die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC, der sich unter anderem mit Toyota und Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans messen wird. Auf lange Sicht sind auch Einsätze in der amerikanischen IMSA SportsCar Championship geplant.

Ähnlich wie beim 296 GT3 halten sich die Italiener bei den Details aber noch bedeckt. Laut "Sportscar365" sollen bei der Entwicklung der beiden neuen Sportwagen jedoch Synergien genutzt werden – beispielsweise bei gemeinsamen Testtagen in diesem Jahr. Der Rollout des Hypercar-Renners soll wenige Monate später folgen. Im Zuge eines Reglement-Wechsels können beide Konzepte dann ab 2024 gemeinsam in Le Mans starten.

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