Ferrari 488 Challenge - Biturbo-V8 - Rennauto Ferrari
Ferrari 488 Challenge - Biturbo-V8 - Rennauto
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Ferrari 488 Challenge - Biturbo-V8 - Rennauto 5 Bilder

Ferrari 488 Challenge

Neuer Turbo-Rennwagen für die Kundschaft

Ferrari legt auf Basis des 488 GTB einen neuen Rennwagen auf. Der 488 Challenge wird in der kundeneigenen Rennserie eingesetzt. Technisch und optisch hat sich einiges getan im Vergleich mit dem Straßenmodell.

Für Le Mans, die WEC und die amerikanische Rennserie IMSA hat Ferrari den 488 GTE im Programm. Auf Basis des Straßen-488 gibt es außerdem noch eine GT3-Variante. Nun hat Ferrari noch für die eigene Rennserie ein Modell vom Straßenauto mit V8-Biturbo abgeleitet. In Daytona zogen die Italiener beim traditionellen Saisonfinale „Finali Mondiali“ das Tuch vom 488 Challenge.

Ferrari 488 Challenge mit abgespecktem V8-Biturbo

Die Ferrari Challenge hat der Hersteller aus Maranello 1992 geschaffen, damit seine Kunden sich auf der Rennstrecke austoben und untereinander messen können. Derzeit gibt es auf drei Kontinenten jeweils eine Challenge-Rennserie: in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum. Mit dem Ferrari 488 Challenge geht erstmals ein Auto mit Turbomotor an den Start.

Wie im Straßenauto leistet der 3,9-Liter-V8, der von zwei Ladern zwangsbeatmet wird, 670 PS. Allerdings hat das Triebwerk fast 20 Kilogramm abgespeckt. Ferrari gibt zudem an, dass auch am Auspuff 8,5 Kilogramm eingespart wurden. Die auffälligsten Veränderungen betreffen die Außendarstellung. Am Heck macht sich ein dicker Spoiler breit, der den Ferrari 488 Challenge bei hohen Geschwindigkeiten stabilisieren soll. An der Front biegt sich links und rechts ein Flap, der durch Überströmung zusätzlich Anpressdruck generiert und die Luft in die entsprechenden Bahnen leiten soll. Der Splitter ist deutlich ausgeprägter als am Straßenauto.

Ferrari 488 Challenge - Biturbo-V8 - Rennauto
Ferrari
Im Innenraum dürfte man sich wie ein echter Rennfahrer fühlen.

Optimierte Aerodynamik unter der Verkleidung

Die Ingenieure optimierten auch die Luftführung unter der Verkleidung. Die Kühler im Vorderbau des Autos neigen sich nun Richtung Heck, was die Überströmung verbessern und den Luftwiderstand senken soll. Das neue Layout erforderte neue Luftöffnungen in der Frontpartie vor den Rädern. Die heiße Luft der Kühler führt Ferrari über drei Öffnungen in der vorderen Haube ab, die mit kleinen Flaps versehen sind. So soll die Luft nicht unkontrolliert austreten, sondern sauber Richtung Heck fließen. Die Öffnungen in den hinteren Kotflügeln zwacken Luft für die Bremskühlung ab. Der Motor selbst bezieht frischen Sauerstoff aus Einlässen in der Verkleidung unterhalb des Heckflügels. Ferrari macht sich hier den hohen Druck in diesem Bereich zunutzte, der durch den Flügel erzeugt wird.

Für den Einsatz auf der Rennstrecke passte Ferrari das Motormapping an und verkürzte die sieben Gänge des Doppelkupplers. Aus dem Stand soll der Ferrari 488 Challenge in nur sechs Sekunden seine Maximaldrehzahl im vierten Gang erreichen. Das Straßenmodell dreht bis maximal 8.000/min. Außerdem passte Ferrari die variable Drehmomentverteilung an, die eine gleichmäßige Übertragung des Drehmoments an die Hinterachse verantwortet. Die patentierte Slip Slip Control (SSC), das über Variablen wie die Gierrate oder Lenkwinkel den Schlupf regelt, installiert Ferrari erstmals in einem Challenge-Rennwagen. Es soll im kompletten Kurvenverlauf (Einlenken bis Rausbeschleunigen) einen Vorteil bringen, der auf der Uhr messbar ist.

Der Fahrer darf wie ein Profi an verschiedenen Knöpfchen drehen oder Schalter umlegen. So kann er zum Beispiel über die Mittelkonsole das ABS regeln, den Scheibenwischer oder das Licht anschalten, den Rückwärtsgang einlegen oder die Zündung aktivieren. Auf dem Lenkrad kann er unter anderem die Traktionskontrolle einstellen. Mit einem Schalter lässt sich in unterschiedlichen Stufen bestimmen, wann die sie einsetzt. Mit dem zweiten Schalter lässt sich bestimmen, wie stark die Traktionskontrolle eingreift.

Preise für den neuen Kundenrenner nannte Ferrari allerdings nicht.

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