Ferrari F60

Die neue Ferrari-Formel1-Generation 2009

Foto: Ferrari 21 Bilder

Ferrari hat als erstes Team am Montag (12.1.) seinen neuen F1-Boliden für die Saison 2009 vorgestellt. Der F60 vermittelt mit seiner abgespeckten Aerodynamik einen ersten Eindruck vom neuen F1-Jahrgang.

An diese Proportionen werden wir uns erst noch gewöhnen müssen: Vorne ein wuchtiger, die Frontflügel komplett abdeckender Frontflügel und hinten ein umso schmalerer und weit oben angebrachter Heckflügel. Dazwischen sind Luftleitbleche auf ein Minimum reduziert. Die Carbonhülle schmiegt sich eng und glatt an die darunter verborgenen Antriebsteile. Vom Vorgängermodell ist hier nicht mehr viel zu erkennen.

Wegen des eingeschränkten Reglements gibt es nur noch wenige Spielmöglichkeiten für die Aerodynamiker: An den beweglichen Flaps im Frontflügel sowie die Endplatten werden sich die neuen Boliden wohl am besten unterscheiden lassen. Beim nun vorgestellten F60 wurde die Front relativ schmal und spitz gezeichnet. Zu den Wintertests kamen die ersten Entwürfe von BMW-Sauber und Williams noch mit deutlich breiteren Nasen daher.

Reglement gibt Linie vor

Auch das in der vergangenen Saison eingeführte Loch in der Nase gehört schon wieder der Vergangenheit an. Beim Mittelteil des Frontflügels sind die Gestaltungsmöglichkeiten reglementbedingt derart eingeschränkt, dass die Luftführung wieder konventionell um die Nase herumfließen muss.

Auch am Heck des neuen Boliden zeigen sich deutlich die Spuren des neuen Aerodynamik-Regelwerks. Aus der Vogelperspektive lässt sich die extreme Verjüngung der Motorabdeckung am besten Erkennen, aus der statt windschnittiger Kamine nun zwei blanke Auspuffrohre herausragen.

Nur vor den Seitenkästen sind noch schmale Luftleitelemente erlaubt. Hier hat Ferrari beim F60 die Rückspiegel integriert. Ob die Fahrer den hinterherfahrenden Verkehr mit den weit außen angebrachten Spiegeln noch im Blick haben, müssen die Testfahrten zeigen.

Rollout in Mugello

Die Piloten Felipe Massa und Kimi Räikkönen enthüllten gemeinsam mit Teamchef Stefano Domenicali den nach der Anzahl der WM-Teilnahmen F60 getauften Boliden. "Das ist ein einmaliges Gefühl", sagte Domenicali. Später sollte Vize-Weltmeister Massa auf der Teststrecke im italienischen Mugello die ersten Runden mit seinem neuen Dienstwagen drehen. "Es ist ein sehr wichtiger Tag für das ganze Team", sagte der Brasilianer. Die neue Saison beginnt Ende März mit dem Grand Prix im australischen Melbourne.

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