Ferrari-Nase

Renneinsatz abgesegnet

Foto: XPB

Ferrari wird beim GP Spanien in Barcelona am 27. April mit der neuen "Wundernase" antreten, die in Ingenieurskreisen für viel Wirbel gesorgt hat. Vergleichstests mit der alten Version hätten Vorteile ergeben.

"Die Nase ist Teil eines größeren Aerodynamikpakets", erklärte Ferrari-Sprecher Luca Colajanni. "Man darf sie nicht als isoliertes Detail betrachten. Ihr Vorteil ergibt sich im Zusammenhang mit anderen neuen Komponenten." Gemeint sind modifizierte Frontflügel-Flaps und neue Winglets.

Das Besondere an der neuen Nase ist eine Öffnung auf der Unterseite. Dort wird die Luft hineingeleitet. Sie strömt auf der Oberseite des Chassis über zwei flache Öffnungen wieder aus. Das verbessert die Strömung im Bereich des Frontflügels. Der notwendige Crashtest für die neue Nase wurde diese Woche bestanden.

Keine Untersuchung wegen Spionage

Ferrari bestreitet im Zusammenhang mit der geheimnisumwitterten Nase, dass man intern eine Untersuchung eingeleitet habe, um herauszufinden, wie die Information nach draußen dringen konnte. Das italienische Fachblatt "Autosprint" hatte im Februar von einem Loch in der Nase mit einem oberen Luftaustritt berichtet. Einige Ingenieure hatten sich gewundert, wie das Windkanalprojekt publik werden konnte.

Nach Angaben von Colajanni ist die Indiskretion einen anderen Weg gegangen. "Als das neue Chassis im Januar fertig wurde, wussten ungefähr hundert Leute in der Fabrik Bescheid, dass da etwas komisches in Vorbereitung war. Man hat am Chassis bereits die Vorkehrungen für die Löcher gesehen. Die meisten kannten aber die Details und die Idee, die dahinter steckt nicht. Irgendwie hat die Zeitung davon Wind bekommen, die Information aber falsch interpretiert.

Nur oberflächliche Informationen

In den ersten Skizzen waren die Löcher an der falschen Stelle." Der Ferrari-Sprecher sieht deshalb keinen Grund zur Beunruhigung: "Es lässt sich nicht verhindern, dass solche Geschichten entstehen. Die Tatsache, dass man das Prinzip missverstanden hat, zeigt uns, dass die Quelle nur oberflächlich informiert war."

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