GP Brasilien

Viel Lob für die Interlagos-Piste

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Die Piste von Interlagos in Sao Paulo galt schon immer als anspruchsvolle Rennstrecke, nicht zuletzt wegen der vielen Bodenwellen. Die Neuasphaltierung für das F1-Rennen 2007 erhielt von den Piloten durchgehend gute Noten.

Nach den ersten zwei Trainingssitzungen zum Großen Preis von Brasilien am Freitag (19.10.) übertrafen sich die Piloten mit Lob zur Neuasphaltierung der 4,309 Kilometer langen Rennstrecke von Interlagos.

Honda-Pilot Rubens Barrichello: "Der neue Asphalt ist eine dramatische Verbesserung, vor allem deshalb, weil die Strecke nun viel weniger Bodenwellen aufweist." BMW-Pilot Nick Heidfeld trompetet ins gleiche Horn: "Das ist die beste Streckenüberarbeitung seit vielen Jahren. Die Bodenwellen sind fast völlig verschwunden, der Grip hat deutlich zugenommen. Die Strecke war am Freitag zwar noch grün und schwitzte auch noch etwas Öl von der Neuasphaltierung aus, doch dass wurde in der zweiten Sitzung mit jeder Runde besser. Die Brasilianer haben wirklich einen tollen Job gemacht!"

BMW-Teamkollege Robert Kubica ergänzt: "Die Neuasphaltierung ist sehr gelungen, es gibt keine Bodenwellen mehr und der Belag ist jetzt sehr eben. Meistens bleiben die Bodenwellen, wenn darüber neu geteert wird, aber das war hier nicht der fall. Die Charakteristik der Strecke hat sich durch den neuen Belag aber nicht geändert - sie ist immer noch eine schöne fahrerische Herausforderung."

Abrieb scheint zuzunehmen

Die Auswirkungen der Neuasphaltierung auf die Rennstrategie sind nach dem Freitagstraining noch schwer abzuschätzen: Während der alte Belag den Reifen beim Verschleiß nicht besonders stark zusetzte, scheint der Abrieb mit der neuen Asphaltdecke tendenziell zugenommen zu haben. Ein Indiz dafür ist, dass zum Beispiel Ferrari nach dem zweiten freien Training zu der Erkenntnis kam, dass der superweiche Bridgestone-Reifen praktisch unbrauchbar sei. Ein Ferrari-Ingenieur: "Nach mehreren Runden fallen die Rundenzeiten um bis zu drei Sekunden in den Keller."

Auch Honda-Chefinginieur Jaccky Eeckelaert notierte Graining mit den superweichen Reifen: "Der superweiche Optionsreifen neigt zum Graining, was zu einem Abfall der Rundenzeiten führt. Wenn es allerdings im weiteren Verlauf des Rennwochenendes trocken bleiben sollte, dann erwarte ich eine bessere Gummiauflage, die wiederum das Graining-Problem minimieren sollte."

Keine voreiligen Schlüsse

Bridgestone-Rennchef Hirohide Hamashima warnt dennoch davor, aus den Erfahrungen am Freitag bereits konkrete Schlüsse zu ziehen: "Der Griplevel stieg besonders im zweiten Training permanent an, alle Teams äußerten sich sehr zufrieden. Allerdings waren die Bedingungen mit 18 Grad heute relativ kühl. Für Samstag erwarten die Meteorologen deutlich wärmere Bedingungen - und das kann die Situation für die Reifen dramatisch verändern."

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