GP Europa

Schumacher weiht eigene Kurve ein

Foto: dpa

Rekordweltmeister Michael Schumacher hat eine Stunde vor dem Großen Preis von Europa am Sonntag (22.7.) seine eigene Kurve auf dem Nürburgring eingeweiht.

Es war beinahe wie früher: Michael Schumacher fährt im roten Ferrari über den Nürburgring und 100 000 Fans feiern den Rekordweltmeister der Formel 1. Doch diesmal wurde dem 38-Jährigen eine besondere Ehre zuteil. Der ehemalige Superstar der PS-Szene weihte eine Stunde vor dem Großen Preis von Europa das "Michael-Schumacher-S" ein.

Roter Teppich im Kiesbett

"Ich bin stolz darauf. Das ist eine tolle Auszeichnung", sagte Schumacher, der fast exakt um 13.00 Uhr das rote Plakat mit der entsprechenden Aufschrift in großen weißen Lettern auf dem Streckenabschnitt enthüllte, auf dem 22 Stunden zuvor WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes verunglückt war.

Zwischen Dunlop-Kehre und Kumho-Kurve parkte Schumacher, der bei seinem Auftritt auch zwei Kids chauffierte, den Straßen-Ferrari. Ein kurzer Smalltalk mit Ecclestone, der sich neugierig den roten Flitzer anschaute und Ministerpräsident Kurt Beck, dann schritt der siebenmalige Weltmeister gut gelaunt und entspannt, in blauen Jeans und rotem Ferrari-Pullover, über den roten Teppich.

Ehre für den Rekordchampion

"Es ist nicht alltäglich, dass einem solch eine Ehre zuteil wird", konstatierte Schumacher. Dass Ex-Weltmeister und Fernseh-Kommentator Niki Lauda lästerte, Schumacher habe mehr als nur eine "läppische Kurve" verdient, konterte der Kerpener - allerdings ausdrücklich ohne Bezug auf den Hamilton-Unfall: "Es ist der spannendste Teil der Strecke."

Und er muss es ja wissen. Denn niemand beherrschte den neuen Ring so wie einst Schumacher. 1996, 2000, 2001, 2004 und 2006 führte kein Weg an dem Rekordsieger in der Eifel vorbei. "In der Vergangenheit hatte ich das Gefühl, dass Michael hier einfach unschlagbar war. Egal, was passierte, das rote Auto musste einfach als erstes über die Linie", meinte Schumachers Nachfolger Kimi Räikkönen. Dessen Auftritt nach der Pole Position in der Qualifikation schaute sich Ferrari-Berater Schumacher anschließend von der Box aus an.

Die Show gehörte vor dem Rennen dem Rekordmann, der im vergangenen Jahr seine einzigartige Karriere beendete hatte. "Solange er noch bei Ferrari ist, wird er auch im Blickpunkt bleiben", meinte Bruder Ralf Schumacher. In zehn Jahren werde das anders sein. Aber auch jetzt sei Michael schon ein Stück Vergangenheit - nun jedoch verewigt mit einer eigenen Kurve, der ersten mit dem Namen eines Fahrers auf dem Nürburgring.

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