GP Türkei

Hamilton schlägt zurück

Foto: dpa

Nach technischen Problemen am Vormittag konnte McLaren-Pilot Lewis Hamilton im zweiten Training die Bestmarke setzen. Mit einer Zeit von 1.28,469 lag der Engländer knapp drei Zehntel vor Kimi Räikkönen.

Hamilton klagte im ersten Training über eine rutschende Kupplung anseinem McLaren, was den großen Vorsprung der Ferrari in derFrüh-Session zumindest teilweise erklärt. Am Nachmittag konnte Hamilton ohne technische Probleme vor Räikkönen fahren und die alte Hackordnung wieder herstellen. Ferrari ist allerdings optimistisch, dass man im Renntrimm schneller als McLaren ist. Momentan sieht es allerdings so aus, dass auf einer Trainingsrunde mit den weichen Reifen die Silberpfeile leichte Vorteile haben. Eine spannende Konstellation.

Nur knapp hinter Räikkönen landete Ralf Schumacher auf Rang drei. Die Toyota-Piloten kommen auf der Strecke in Istanbul glänzend zurecht, da der Asphalt glatt ist und das Fahrwerk hart und tief abgestimmt werden muss. Jarno Trulli auf Rang vier bestätigte, dass die Japaner ein heißer Punktekandidat sind, und mit Teams wie Renault und BMW kämpfen können.

BMW sucht nach der richtigen Abstimmung

Erst hinter demToyota-Duo kamen die Top-Fahrer Felipe Massa und Fernando Alonso auf die Ränge fünf bzw. sechs. Als zweitbester Deutscher zeigte Nico Rosberg eine ähnlich gute Form wie in der ersten Session und ließ sich die achtbeste Zeit notieren. Schlechter lief es dagegen bei BMW-Sauber. Technikchef Willy Rampf bestätigte, dass man noch nach dem richtigen Setup suche. Folge: Nur Rang zehn für Robert Kubica, Platz 13 für Nick Heidfeld.

Auch die verbleibenden Deutschen Sebastian Vettel und Adrian Sutil hatten mit Problemen zu kämpfen. Sutil als 19. rutschte mit seinem Spyker mehr über die Strecke, als er fuhr. Nur drei Zehntel Rückstand auf Vettel sind allerdings schon ein kleiner Erfolg für das niederländische Team. Vettel konnte im Toro Rosso seinerseits den Rückstand auf Teamkollege Vitantonio Liuzzi auf nur noch ein Zehntel verkürzen. Beim Heppenheimer standen am Schluss allerdings nur 16 Trainingsrunden zu Buche. Ein gebrochener Sensor am Getriebe des ToroRosso sorgte für Stillstand in der Box.

Lockerer Gulli sorgt für Unterbrechung

Stillstand im ganzen Feld gab es während einer 28-minütigen Unterbrechung. Durch den starken Unterdruck am Boden des Renaults von Giancarlo Fisichella wurde ein in den Curbs eingelassener Kanaldeckel aus seiner Verankerung gerissen. Bis die türkische Streckensicherung das Problem gelöst hatte, verging wertvolle Trainingszeit. Dass die Testzeit für viele Teams noch notwenig ist, zeigt auch der neue Rekord an Drehern: Waren es am Vormittag noch 22 Ausrutscher, verließen die Piloten am Nachmittag – in kürzerer Zeit – sogar 23 mal die Strecke.

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