GP Ungarn

McLaren wird nicht in Berufung gehen

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Update + + Das Team McLaren hat in einer ersten Stellungnahme vor dem Grand Prix in Budapest am Sonntag (5.8.) mit Unverständnis auf das Urteil der Rennkommissare reagiert. Trotzdem will man keinen Einspruch dagegen einlegen.

"Wir werden nicht in Berufung gehen" sagte Ron Dennis kurz vor Rennbeginn zum Grand Prix von Ungarn. Damit wird die Entscheidung, die Budapest-Punkte in der Teamwertung nicht zu werten, von McLaren akzeptiert, auch wenn das Team die Strafe als "heftig" empfindet.

"Wir glauben nicht, dass die Erkenntnisse der Stewards und die harte Strafe gegen unser Team angemessen sind und dass unsere großen Anstrengungen, den Geist des Fair Plays und der Gleichheit innerhalb des Teams zu erhalten, missverstanden wurden", teilte das Team am Sonntag in einer Presseerklärung mit.

Nach einer mehrstündigen Sitzung hatten die drei Rennkommissare am Samstag kurz vor Mitternacht entschieden, Alonso die Pole Position abzuerkennen und ihn in die Startaufstellung fünf Plätze nach hinten zu versetzen. Der Spanier musste von Startplatz sechs ins Rennen gehen. Hamilton, der sich nach dem Zwischenfall auch ein heftiges Wortgefecht mit Teamchef Ron Dennis geleistet haben soll, wurde mit Startposition eins besänftigt.

McLaren-Verhalten nicht im Interesse des Motorsports

"Die Handlungen des Teams in den letzten Minuten des Qualifyings werden als abträglich im Interesse des Wettbewerbs und im Interesse des Motorsports im Generellen angesehen", hieß es in der Urteilsbegründung. Dennis hatte indes teaminterne Gründe für den Vorfall genannt.

Alonso hatte kurz vor dem Ende der Qualifikation am Samstagnachmittag ungewöhnlich lange in der Box gewartet - Hamilton dabei im Rückspiegel. Obwohl Alonso längst abgefertigt war, blieb der 26-Jährige rund zehn Sekunden stehen und hinderte Hamilton daran, die schnelle Runden seines Rivalen zu kontern.

Zwei Spitzenpiloten sorgen für Luxusproblem

"Der Job ist im Moment sehr herausfordern. Möchte ihn jemand haben?", witzelte Teamchef Dennis nach dem üblichen Mediengespräch am Samstag bereits. Außer der quälenden Spionage-Affäre macht ihm und dem Team zunehmend das Luxusproblem zu schaffen, in Alonso und Hamilton zwei WM-Kandidaten in einem Rennstall zu haben. "Das stellt uns immer wieder vor neuen Herausforderungen", meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Dass Wichtigste sei, dass beide Fahrer Vertrauen hätten. "Jeder muss wissen, dass er die bestmöglichen Voraussetzungen wie sein Teamkollege hat."

Die Rivalität zwischen dem zweimaligen Weltmeister Alonso und dem Neuling und Shootingstar Hamilton schwelt seit langem. Nach dem Sieg des Spaniers in Monaco im Mai klagte Hamilton indirekt, er habe Alonso nicht angreifen dürfen. Wenig später beschwerte sich der 26-jährige Alonso, dass das Team seinen vier Jahre jüngeren Teamkollegen bevorzugen würde. Nach dem Vorfall in Budapest waren die beiden noch weniger gut aufeinander zu sprechen. Alonso gab seinem jungen Kollegen die Schuld an der Situation. "Sie sagten Hamilton, was zu tun ist, und er hörte nicht zu", sagte er. Dies sei das einzige Problem, welches das Team hatte.

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