GP Ungarn

Vettel im Toro Rosso-Cockpit?

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Das Team Toro Rosso ist bekannt für seinen schrägen Humor. Und so war es auch keine besondere Überraschung, dass in einer Pressemitteilung ein neuer Fahrer für das Budapest-Wochenende angekündigt wurde.

In der Mitteilung heißt es kurz und knapp: "Es scheint, dass beim Grand Prix von Ungarn neben Tonio Liuzzi noch ein weiteres Mitglied der Scuderia Toro Rosso fahren wird." Die Ankündigung bezieht sich einerseits darauf, dass Team-Mitbesitzer Gerhard Berger zu Showzwecken mit einem McLaren aus dem Jahr 1983 durch die Budapester Innenstadt düsen wird. Andererseits: Wer Toro Rosso kennt, weiß, dass mehr hinter der Geschichte stecken könnte.

Ersatz für Scott Speed gesuchtScott Speed ist seit seinem Auftritt am Nürburgring für das Team untragbar geworden. Nach seinem Ausrutscher ins Kiesbett ist es noch in der Boxengasse zu Handgreiflichkeiten zwischen dem US-Amerikaner und Teamchef Franz Tost gekommen. Auch Beleidigungen sind dabei gefallen. Damit deutet alles darauf hin, dass Sebastian Vettel am Wochenende in Ungarn sein Toro Rosso-Debüt geben wird. Der 20-Jährige Heppenheimer wurde inzwischen von BMW freigegeben. Damit steht einem Einsatz praktisch nichts mehr im Wege. Als letzte Hürde stehen noch Verhandlungen über das Gehalt des BMW-Juniors in Toro Rosso-Farben im Weg.

Vettel schon am Freitag im Einsatz?

Spätestens am Mittwoch (1.8.) könnte der Vertrag mit Vettel offiziell bekanntgegeben werden. Der Youngster säße dann bereits bei den Freitagstrainings in Budapest hinter dem Steuer. Berger dürfte allerdings etwas Bauchweh haben, Vettel ohne vorherige Testfahrten ins Auto zu lassen. Die Situation mit Speed lässt dem Tiroler aber keine andere Wahl.

Damit dürfte sich auch die Zukunft von Timo Glock geklärt haben. Der Führende in der GP 2 ist nach dem Wechsel von Vettel der einzig verbleibende Testfahrer bei BMW-Sauber. Teamchef Mario Theissen hätte Vettel wohl nicht gehen lassen, wenn Glock nicht sicher an das Team gebunden wäre. Glock war sowohl bei Toyota als auch bei Williams im Gespräch.

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