Haug

"Keine Gespräche mit Rosberg und Vettel"

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Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hat versichert, dass es derzeit keine Verhandlungen mit Nico Rosberg oder Sebastian Vettel über eine mögliche Nachfolge von Fernando Alonso bei
den Silberpfeilen gibt.

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"Ob irgendwann einer von ihnen bei uns fährt, weiß ich nicht, das Zeug dazu haben beide. Um Spekulationen vorzubeugen: Diesbezügliche Gespräche gibt es keine", sagte Haug. Der Wiesbadener Williams-Pilot Rosberg und der Heppenheimer Toro-Rosso-Fahrer Vettel hätten eine große Formel 1-Karriere verdient, "und sie sind gut genug, ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen".

Mittel der Trennung im Fall Alonso

Das gilt gleichermaßen für Alonso, auch wenn dieser vertraglich noch bis Ende 2008 an McLaren-Mercedes gebunden ist. Kaum vorstellbar ist, dass der Spanier nach seinen verbalen Rundumschlägen und öffentlichen Unterstellungen auch im kommenden Jahr für das britisch-deutsche Team fährt - trotz eines möglichen WM-Hattricks beim Großen Preis von Brasilien am Sonntag (21.10.).

"Wenn jemand seinen absoluten Willen ausdrückt, nicht zu können und nicht zu wollen, dann gäbe es Mittel und Wege der Trennung", sagte Haug in einem Interview mit dem Hamburger Magazin "stern". "Wir haben einen gültigen Vertrag, und nach dem letzten Rennen wird sich zeigen, was Sache ist. Es gibt ja auch die Mutmaßung, wir könnten Alonso nächstes Jahr auf Eis legen und einfach nicht fahren lassen. Das ist überhaupt nicht unser Stil. Wir werden niemanden abstrafen, auch wenn er sich falsch verhalten haben sollte."

Kein Zweikampf-Verbot

Stallregie ist bei McLaren-Mercedes deshalb kein Thema - weder Alonso noch WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton sollen bevorzugt werden. "Was wäre wohl los, wenn wir ihnen verbieten würden gegeneinander zu fahren?", sagte Haug.

Angst vor möglichem Spott, wenn die in der Konstrukteurswertung in diesem Jahr wegen der Spionage-Affäre disqualifizierten Silberpfeile nun auch noch den Fahrer-Titel dem in der WM-Wertung drittplatzierten Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen überlassen müssten, hat Haug nicht. "Wer den Zweitbesten verspottet ist kein Sportsmann und keiner, der den Sport versteht und den Wettbewerb respektiert", sagte er. Allerdings rechnet der Schwabe ohnehin damit, dass man den bestehenden Vorsprung in den Titel ummünzen kann. "Davon bin ich felsenfest überzeugt."

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