Haug

"Waren in Hockenheim nie langsam"

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Mercedes-Sportchef Norbert Haug gibt sich vor dem Heim-Grand Prix in Hockenheim am kommenden Sonntag (20.7.) vorsichtig optimistisch.

Als Underdog kommen die Silberpfeile aber sicherlich auch nicht in die badische Rennmetropole. "Ob der alte Hockenheimring oder der neue Kurs - wir waren hier nie langsam", betonte Haug. Aber auch nur selten siegreich. Der einzige Erfolg von Mercedes liegt zehn Jahre zurück: 1998 kreuzte Mika Häkkinen als Erster die Linie. Allerdings zieht Haug ein positives Resumée nach den Testfahrten der vergangenen Woche: "Wir waren an allen drei Tagen gut, schnell und zuverlässig. Wir haben neue Aerodynamik- und Fahrwerksteile ausprobiert. Und nur wir wissen, mit wie viel Gewicht wir gefahren sind." WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton drehte am Dienstag und Mitwoch die schnellsten Runden. Doch eine konkrete Prognose für das Rennen wollte Haug nicht abgeben. Das sei nicht seriös, so der Sportchef.

McLaren-Vorteile bei der Strategie

Auch wenn sich McLaren-Mercedes und Erzrivale Ferrari auf technischer Ebene die Waage halten, sieht Haug doch Vorteile auf anderen Gebieten: "Ich glaube, uns sind zuletzt einige clevere Dinge im Thema Strategie eingefallen." Es käme zum Beispiel auch darauf an, wie man die Situationen für den nächsten Tag auf Grund der äußeren Bedingungen zu erwarten hätte. Ob man etwa nun dieses oder jenes Bremsmaterial verwende. Ferrari hatte in Silverstone die Wetterlage mit mehr Regen im Rennen völlig falsch eingeschätzt.

Was das Streckenprofil betrifft, zählt Hockenheim anders als etwa Magny-Cours oder Silverstone mit ihren lang gezogenen, schnellen Kurven zu einer Piste mit Stop-and-Go-Charakter. "Normalerweise haben wir Vorteile auf Strecken, die etwas welliger sind und auf denen Dämpfer und Federn gefordert sind. Bei den Testfahrten letzte Woche stand ich nach langer Zeit mal wieder draußen an der Strecke", erzählt Haug beeindruckt: "Es ist mit purem Auge erkennbar, wer um wie viel früher aufs Gas gehen kann." Dabei musste der Mercedes-Mann aber auch feststellen: Die Ferrari gehen auch gut über die Randsteine.

WM-Stand verspricht Hochspannung

Haug lobt die diesjährige Saison wegen ihrer Qualität. "Sicherlich gab es auch Rennen, die nicht so prickelnd waren, wie etwa Barcelona. Aber: Mit drei Piloten punktgleich an der Tabellenspitze und Robert Kubica auf Rang vier nur zwei Pünktchen dahinter erlebt die Formel 1 derzeit eine ganz besondere Spannung. "So etwas kommt nicht alle Tage vor", weiß auch Haug, "und mit Nick Heidfeld liegt ein Deutscher nur knapp dahinter. Und wenn nun die ersten vier keine Punkte holen sollten", rechnet Haug vor, "sind alle noch dichter beisammen. Das ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Sicherlich wäre uns ein Vorsprung von 50 Punkten am liebsten, aber das ist leider unrealistisch."

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