Hyundai RM19 Prototyp Hyundai Motor America
Hyundai RM19 Prototyp
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Hyundai RM19 Prototyp 20 Bilder

Rennwagen-Prototyp auf der LA Auto Show

Hyundai zeigt Mittelmotor-Boliden RM19

LA Auto Show

Mit einem wild beflügelten Prototypen zeigt der koreanische Autobauer, dass er sich ein Motorsport-Engagement oberhalb der TCR-Levels vorstellen kann. Auf der Los Angeles Auto Show debütiert der Rennwagen namens RM19.

Hyundai zeigt sich derzeit sehr umtriebig, was seine Motorsport-Aktivitäten angeht. Zu Jahresbeginn debütierte auf der Detroit Motor Show der neue TCR-Renner auf Veloster-Basis als Zwilling der bereits bekannten i30 N-Ableitung. Mit der Silhouette des hierzulande nicht mehr angebotenen Kompakt-Coupés zeigte sich auf der IAA im September zudem ein elektrisch angetriebener Bolide, der schon fleißig getestet wird. Und die Los Angeles Auto Show nutzen die Koreaner, um zu zeigen, dass im Konzern weiteres Motorsport-Potenzial vorhanden ist. Nämlich für einen Mittelmotor-Rennwagen auf Veloster-Basis.

Das TCR-Triewerk wird mittig verbaut

Das zugrundeliegende Projekt startete Hyundai bereits 2012. Das RM19 Racing Midship Sports Car, so sein offizieller Name, ist der vorläufige Höhepunkt einer Reihe von Prototypen. Mit ihnen wurden einerseits die eigenen Motorsport-Aktivitäten vorangetrieben, aber auch die Möglichkeiten zum Techniktransfer zwischen den Rennwagen und Hyundais N-Modellen für die Straße ausgelotet. „Während der gesamten Entwicklung der RM-Serie haben unsere Ingenieure ein enormes Praxiswissen über die fahrdynamischen Auswirkungen von verschiedenen Gewichtsverteilungen von vorne bis hinten erworben“, sagt Albert Biermann, Entwicklungschef des Hyundai-Konzerns.

Hyundai RM19 Prototyp
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Der RM19-Prototyp besitzt aktuell sogar eine Straßenzulassung.

Der RM19 wird von Hyundais TCR-Triebwerk befeuert, der nun allerdings mittig verbaut ist und seine Power an die Hinterräder abgibt. Der Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner leistet mehr als 395 PS und ist damit etwa 40 PS stärker als die Kraftquelle des Veloster TCR in der Standardversion. Die Mehrleistung geht auf das Konto fehlender „Balance of Performance“-Einschränkungen, mit denen sich der TCR-Rennwagen in seiner Serienkonfiguration herumplagt. Von null auf 60 mph (96,6 km/h) soll er den RM19 in unter vier Sekunden beschleunigen. Den Topspeed gibt Hyundai mit mehr als 250 km/h an. Und zwar „für öffentliche Straßen“, wie Hyundai betont. Aktuell besitzt der Bolide sogar eine Straßenzulassung.

Rennsport-Equipment innen und außen

Das Veloster-Chassis haben Hyundais Motorsport-Entwickler mit Aluminium-Verstärkungen für den vorderen und Stahl-Upgrades für den hinteren Hilfsrahmen optimiert. Mehr Abtrieb generiert der RM19 vorne über eine Karbon-Lippe und hinten über einen Flügel und Diffusor in mächtiger Größe. Wo beim Serienauto die hinteren Seitenscheiben waren, sitzen nun Lufteinlässe, um den Motor mit Frischluft zu versorgen. Breitere Kotflügel schaffen Platz für die vorne 8,5 x 20 und hinten 11 x 20 Zoll großen Aluminium-Schmiedefelgen aus dem Hause OZ. Pirelli liefert klebrige P Zero-Reifen in den Dimensionen 245/20 R20 vorne und 305/30 R 20 hinten. Die Bremsanlage mit Sechskolben-Sätteln vorne und Vierkolben-Pendants hinten stammt aus dem Hause Brembo und ist mit einem – allerdings nicht straßenzugelassenen – Motorsport-ABS von Bosch verknüpft.

Hyundai RM19 Prototyp
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Hinter den OZ-Schmiederädern verbirgt sich eine Bremsanlage von Brembo.

Das sequenzielle Sechsgang-Getriebe übernimmt der RM19 von den TCR-Rennwagen, allerdings mit an die neue Motorleistung angepasster Übersetzung. Das vorne im MacPherson-Layout und hinten mit doppelten Dreiecks-Querlenkern ausgeführte Fahrwerk ist in Geometrie und bei seinen festen Anlenkpunkten verstellbar und arbeitet mit konventionellen Gasdruckdämpfern.

Touchscreen und Klimaregelung überlebten

Der Innenraum zeigt sich auf's Wesentliche reduziert, wenn auch nicht so karg wie in anderen Rennwagen. Für Fahrer und Beifahrer gibt es Schalensitze mit Renngurten, auf der Mittelkonsole finden unter anderem ein Drehregler für Fahrdynamik-Einstellungen und ein Notaus-Schalter Platz. Das Sportlenkrad samt mitdrehender Schaltwippen bietet weitere Einstellmöglichkeiten. Über der Mittelkonsole thront weiterhin ein Touchscreen; auch die Regler für die Klimaanlage und die Tasten für diverse Infotainment-Funktionen sind noch vorhanden.

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Klasse. Dank Albert Biermann bewegt sich da endlich was.
Zu wenig. Hyundai muss werksseitig in die großen Rennserien einsteigen.

Fazit

Gibt Hyundai mit dem RM19 Racing Midship Sports Car einen Hinweis, dass die (E)TCR-Klassen für die Marke noch nicht das Limit in Sachen Motorsport sind? So weit muss man wahrscheinlich noch nicht gehen. Stand jetzt ist der Bolide ein Technologieträger, der Potenziale aufzeigt. Ob das Auto irgendwann in einer Rennserie aufschlägt, muss die Zukunft zeigen.

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