Jerez-Test

Heidfeld fährt Bestzeit

Foto: dpa

Nick Heidfeld hat die Rangliste am ersten Testtag von Jerez (4.12.) angeführt. Der BMW-Pilot war mit 1.19,042 Minuten um 0,113 Sekunden schneller als Jenson Button auf Honda.

Der Engländer schrieb ein bisschen Motorsport-Geschichte. Mit Button gaben die profillosen Slicks ein Comeback nach fast zehn Jahren. 1998 waren die Rillenreifen eingeführt worden, um die Geschwindigkeiten zu senken. Button war mit den Slicks auf Anhieb um zwei Sekunden schneller als mit den Rillenreifen. "Es wäre noch besser gegangen", lachte der Engländer, "aber ich bin soviel Grip nicht mehr gewohnt. Deshalb sind mir ein paar Fehler unterlaufen."

Slick-Piloten vorne

Während Button seine Zeit zur Mittagszeit fuhr, ging Heidfeld erst kurz vor Ende des Testtages mit Slicks auf die Bahn. Außer Heidfeld und Button war nur noch SuperAguri-Testpilot James Rossiter mit profillosen Pneus unterwegs. Bridgestone brachte als Vorgriff auf die Saison 2009 die profillosen Reifen auch deshalb mit nach Jerez, weil die 2007er Reifenproduktion fast aufgebraucht ist. "Wir müssen mit den restlichen Reifen haushalten. Es sind nur noch ein paar Sätze übrig", erklärte Renault-Pilot Nelsinho Piquet. Der Brasilianer, der mit 1.20,366 Minuten die fünftschnellste Zeit erzielte, wird am Mittwoch mit den Slicks fahren. Weil jedes Team das Experiment mit den 2009er Reifen an einem anderen Tag zu einer anderen Uhrzeit durchführt, sind die Rundenzeiten praktisch nicht zu vergleichen.

McLaren und Renault müssen auch auf die Kilometer aufpassen. Sie nähern sich der 30 000 Kilometer-Grenze, die sich die Teams in diesem Jahr zum Limit gesetzt haben. Renault beschränkt sich deshalb auf ein Auto mit Piquet. Bei McLaren drehte Pedro de la Rosa 48, sein Kollege Gary Paffett 50 Runden. Bescheiden im Vergleich zu Toyota-Testpilot Kamui Kobayashi, der mit 114 Runden der fleißiste Fahrer war. Trotz der Rundendiät erzielte de la Rosa mit 1.19,712 die drittschnellste Rundenzeit, einen Platz vor Weltmeister Kimi Räikkönen, der erstmals seit seinem Titelgewinn wieder im Auto saß und trotz eines Drehers auf 1.20,063 Minuten kam. "Es ist jetzt schwieriger geworden, das Auto optimal abzustimmen", berichtete der Finne, kam aber zu dem Schluss: "Das Fahren ohne Traktionskontrolle macht mehr Spaß." Der zweite McLaren-Fahrer Paffett belegte mit 1.20,638 Minuten Rang sieben.

Glock ganz in weiß

In einer Disziplin waren die 20 Fahrer vergleichbar. Alle fuhren ohne Traktionskontrolle. Trotzdem gab es kleine Unterschiede. Während Sebastian Vettel mit der 2008er Einheitselektronik fuhr, hatte ToroRosso-Kollege die 2007er Elektronik an Bord, bei der lediglich das Programm für die Traktionskontrolle und die Motorbremse abgeschaltet wurde. Vettel kämpfte mit einer Erkältung und landete nach 46 Runden auf Platz 11. Seine Zeit: 1.21,060. Neuzugang Bourdais lag mit 1.20,615 erstmals vor dem Deutschen. In Barcelona war Vettel im Schnitt noch um vier Zehntel pro Runde schneller gewesen.

Timo Glock gab mit 69 Runden seinen Einstand bei Toyota. Der 25-jährige Hesse fuhr wegen seines noch laufenden BMW-Vertrages mit weißem Overall und weißem Helm. Seine Zeit von 1.21,336 bedeutete Rang 13. Zwei Plätze vor Nico Hülkenberg, der bei seinem ersten Test im Williams so furios begonnen hatte, dann aber wegen eines Unfalls noch auf Rang 15 abstürzte. Mit 1.21,551 Minuten war er dennoch um drei Zehntel schneller als Stammpilot Kazuki Nakajima.

Zeitentabelle Jerez Tag 1:

1. N. Heidfeld - 1:19.042 Min.
2. J. Button - 1:19.155
3. P. de la Rosa - 1:19.712
4. K. Räikkönen - 1:20.083
5. N. Piquet jr. - 1:20.366
6. S. Bourdais - 1:20.615
7. G. Paffett - 1:20.638
8. M. Webber - 1:20.682
9. M. Gené - 1:20.832
10. M. Conway - 1:20.927
11. S. Vettel - 1:21.086
12. J. Rossiter - 1:21.246
13. T. Glock - 1:21.336
14. G. Fisichella - 1:21.424
15. N. Hülkenberg - 1:21.556
16. F. Montagny - 1:21.559
17. K. Nakajima - 1:21.586
18. M. Asmer - 1:21.962
19. K. Kobayashi - 1:22.186
20. J. Villa - 1:22.503

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