Kein Verdienstkreuz für Schumi

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Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher wird nicht wie von einem Fan beim Bundespräsidenten Horst Köhler beantragt mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Das Bundespräsidialamt bestätigte entsprechende Medienberichte vom Freitag. "Ich habe unterschiedliche Versionen gehört als Begründung. Ich finde es aber schön, dass sich Bürger darüber Gedanken machen, dass ich es bekommen sollte", sagte der siebenmalige Titelträger am Freitagin Barcelona. Dort ist Schumacher erstmals als Ferrari-Berater bei einem Rennen im Einsatz.

"Bei Herrn Schumacher ist eine Würdigung seiner anerkanntermaßen sportlichen Leistungen bereits durch die Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes erfolgt", wurde der Ordenskanzler des Bundespräsidialamtes, FranzWessendorf, in den Presseberichten zitiert. Schumachers darüber hinausreichendes Engagement sei "jedoch nach den strengen Maßstäben der Ordensrechtlinien für die Verleihung des Verdienstordens leider nicht ausreichend", so die weitere
Begründung. Schumacher-Fan Reiner Ferling hatte sich schriftlich mit einem Antrag an Staatsoberhaupt Köhler gewandt.

Hindernis: Wohnsitz Schweiz

Mitdem Bundesverdienstkreuz wurden unter anderem deutsche Sport-Größen wieBox-Idol Max Schmeling oder Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer ausgezeichnet. Dass Schumacher die Ehrung nun verwehrt wird, dürfte unter anderem darin begründet sein, dass der Ex-Formel-1-Pilot mit einem geschätzten Vermögen von über 600 Millionen Euro
seinen Hauptwohnsitz in der Schweiz hat.

Schumacher war auch schon die Ehrenbürgerschaft seiner Geburtsstadt Kerpenverweigert worden. Der Grund dafür: Schumacher hatte nach Ansicht der zuständigen Politiker nicht genug Geld in Kerpen investiert.

Schumi: "Bin glücklich"

Den Betroffenen tangiert das alles wenig, er genießt sein neues Leben. "Eine große Erleichterung" ist für Michael Schumacher die Zeit nach der Formel-1-Karriere."Du wachst morgens auf und machst deinen eigenen Plan", sagte er am Freitag in Barcelona. Sehnsucht verspürt der Rekordweltmeister nicht."Ich bin erst seit ein paar Monaten aus dem Geschäft und ich bin glücklich damit", sagte er.

Vor dem Großen Preis von Spanien ist der 38-Jährige
erstmals als Ferrari-Berater bei einem Rennen am Ort des Geschehens."Ich will helfen, wo ich kann", versicherte er im neuen Ferrari-Motorhome vor über 100 Journalisten und 15 Kamerateams. Es sei aber nicht sein Job, die Arbeit der Fahrer zu analysieren.

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