Konkurrenz sucht Ferrari-Trick

Foto: Ferrari

Die Ferrari-Show beim Formel 1-Saisonauftakt in Melbourne hat die Gegner demoralisiert. Natürliche Abwehrreaktion: Wer so überlegen ist, bei dem muss etwas faul sein.

McLaren-Mercedes, Renault, Honda und Toyota liegen auf der Lauer. Was macht den Ferrari so schnell? Die einen vermuten biegsame Flügel, die anderen einen flexiblen Unterboden. Manche sehen Gespenster. McLaren entdeckte in Melbourne am vorderen Rand des Unterbodens eine Feder, die die Bodenplatte und das Chassis verbindet. Andere haben dort nur ein stabilisierendes Seil.

Bewegliche aerodynamische Hilfsmittel sind verboten

Sofort stand der Verdacht im Raum, Ferrari senke auf der Geraden den Boden ab, um einen Strömungsabriss zu erzeugen. Der wiederum würde höhere Endgeschwindigkeiten erlauben. Bewegliche aerodynamische Hilfsmittel aber sind verboten. Drei Stunden vor dem Start in Melbourne richteten die FIA-Kommissare McLaren aus: Alles in Ordnung. Die Feder sei nur dazu da, um Stöße beim Überfahren von Randsteinen abzudämpfen. McLaren ließ aber nicht locker und fragte bei der FIA an, ob man ein aus der Ferrari-Idee abgeleitetes Federsystem einsetzen dürfe, dass Auf- und Abbewegungen des Unterbodens noch wirksamer abfängt.

Der Weltverband lehnte die Anfrage ab.

Jeder Mechanismus, der Verformungen über das durch Krafteinleitung erzielte hinaus ermögliche, ist illegal. McLaren erreichte aber immerhin, dass die FIA-Kommissare vom nächsten Grand Prix in Malaysia an, die Beweglichkeit der Unterböden an der betreffenden Stelle genauer inspizieren wird. Mit und ohne Feder. Sollte sich dann ein Unterschied ergeben, müsste Ferrari die im Verdacht stehende Feder entfernen. Es ist jedoch kaum anzunehmen, dass dieses Detail den Zeitunterschied von einer Sekunde pro Runde im Rennen erklärt.

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