Kubica fiebert Comeback entgegen

Foto: Reinhard, Lat, Wilhelm

BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica hat seinen Horrorunfall von Montréal nach eigenen Angaben gut überstanden und fiebert seinem Comeback entgegen. Der Aufprall in eine Mauer mit etwa 260 km/h beim Großen Preis von Kanada am 10. Juni werde sein Fahren nicht beeinflussen.

Das versicherte der 22 Jahre alte Pole in einem Interview, das sein Formel-1-Team am Donnerstag (21.6.) veröffentlichte. "Nein, definitiv nicht. Ich wusste immer, dass ein Unfall dieser Art mit einem Formelfahrzeug und offen stehenden Rädern passieren kann", sagte Kubica. "Das kann auch immer wieder vorkommen."

Kubica: "Das Geschehene ist eher ermutigend"

Kubica war bei dem Unfall mit einer leichten Gehirnerschütterung, Prellungen und einem verstauchten Knöchel davongekommen. Der Rennwagen wurde durch den wuchtigen Aufprall in die Betonmauer komplett zerstört. "Dank der Erfahrung, dass man trotzdem unverletzt aussteigen kann, ist das Geschehene für mein Empfinden eher ermutigend als Besorgnis erregend", sagte er mit elf Tagen Abstand. Nun will Kubica, dem die Ärzte ein Startverbot für Indianapolis erteilt hatten und der dort von Debütant Sebastian Vettel glänzend vertreten worden war, unbedingt beim Großen Preis von Frankreich am 1. Juli wieder antreten.

"Ich kann es kaum erwarten, wieder Rennen zu fahren", sagte er. "Aber ob ich das darf oder nicht, hängt von der Entscheidung der offiziellen Ärzte ab." Am Donnerstag vor dem Grand Prix geben die Mediziner in Magny-Cours nach einer erneuten Untersuchung bekannt, ob Kubica ins Cockpit steigen kann. Andernfalls könnte Vettel zu seinem zweiten Formel-1-Einsatz kommen. Kubica versicherte, es gehe ihm "sehr gut".

Kubica hat Langeweile

Die vielen guten Wünsche aus der ganzen Welt hätten ihn sehr gefreut. Aber das momentane Nichtstun langweile ihn ziemlich. "Ich bin es nicht gewohnt, so lange zu pausieren keine Testfahrten, keine PR-Tage. Ich nutze die Zeit in Italien für ausgiebiges Fitness-Training und bin auch in ständigem Kontakt mit Josef Leberer, dem Physiotherapeuten unseres Teams", erklärte der Pole. Nach einem Bericht der britischen Tageszeitung "Daily Mirror" soll Kubica den schlimmsten Aufprall in der Formel-1-Geschichte erlitten haben. Dies habe die Auswertung der "Black Box" ergeben. Während einiger Millisekunden sei Kubica Kräften von 75 g ausgesetzt gewesen. Das entspricht dem 75fachen des eigenen Körpergewichts.

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