24 h-Rennen in Le Mans 2009

Peugeot macht Le Mans-Sieg perfekt

24h Rennen LeMans 2009 Foto: Peugot 61 Bilder

Im dritten Anlauf konnte das Peugeot-Werksteam Angstgegner Audi beim 24h-Rennen in Le Mans endlich bezwingen. Mit einem lupenreinen und hoch verdienten Doppelsieg konnten die Vorjahressieger Tom Kristensen, Allan McNish und Rinaldo Capello (Audi) auf Platz drei verwiesen werden.

Nach zwei schmerzhaften Niederlagen in Folge konnte Peugeot beim 24h-Rennen in Le Mans am Sonntag (14.6.) mit dem drei Jahre alten LMP1-Rennwagen 908 HDI triumphieren. "Ich bin unglaublich glücklich und stolz auf mein Team, die Fahrer und die Ingenieure, die sehr hart für diesen Sieg gearbeitet haben", so Peugeot-Sportchef Olivier Quesnel. "Audi war der erwartet starke Gegner und es war eine große Herausforderung, das deutsche Werksteam in Le Mans zu schlagen."

Peugeot mit lupenreinem Doppelsieg

Der Doppelsieg geht auch unter sportlichen Gesichtspunkten voll in Ordnung: Peugeot hatte das eindeutig schnellere Auto, weniger technische Probleme und schnellere Boxenstopps als Audi. Obendrein konnten sich die Deutschen nicht wie erwartet darauf verlassen, permanent eine Runde mehr fahren zu können als Peugeot. Zu guter letzt war Peugeot mit dem ausgetesteten 908 HDI deutlich zuverlässiger unterwegs als Audi: der drittplatzierte Audi mit der Startnummer 1 krankte immer wieder an zugesetzten Kühlern und in der Folge an zu hohen Motor- und Turboladertemperaturen. Mehrfach musste der bestplatzierte Audi an der Box zu einem Säuberungsstopp antreten. Obendrein war Audi numerisch unterlegen, weil ein Auto durch Probleme mit der Hochdruckeinspritzung schon zu Rennbeginn weit zurückgebunden wurde und der Audi mit der Startnummer 2 nach einem Unfall am späten Samstagabend durch Lucas Luhr ausschied.

Im Gegensatz dazu präsentierte sich Peugeot im Bereich Zuverlässigkeit als wahrer Musterknabe: das Siegerauto von Alexander Wurz, David Brabham und Marc Gene kam ohne technische Probleme durch das Rennen. Weder mussten die Kühler wie in den Vorjahren gesäubert werden, noch behinderten technische Defekte den Rennverlauf.

Audi gratuliert Peugeot

"Gratulation an Peugeot für einen wohl verdienten Sieg", so Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. "Nach neun Siegen für Audi seit 2000 mussten wir 2009 ein etwas steiniges Rennen durchstehen. Dass diesmal ein anderer Hersteller gewonnen hat geht in Ordnung, schließlich haben wir uns den Wettbewerb auf der Rennstrecke immer gewünscht. Das Rennen ist zweifellos nicht so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir haben wieder einmal gesehen, warum die 24 Stunden von Le Mans zu Recht als härtestes Autorennen der Welt gelten und bei diesem Rennen einfach alles stimmen muss, wenn man gewinnen will. Das war bei uns dieses Mal definitiv nicht der Fall. Die Probleme werden wir nun in Ruhe analysieren und lösen müssen. Wir haben speziell in der zweiten Rennhälfte aber auch mehr vom Potenzial des R15 TDI gesehen. Darauf wollen wir aufbauen und im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen.“

Wurz: "Wir hatten ein fehlerloses Rennen"

Sieger Alexander Wurz: "Das ist bereits mein dritter Triumph in Le Mans. Es war alles andere als ein einfacher Sieg, denn wir kämpften lange mit dem Schwesterwagen mit der Startnummer 8. Die haben bis drei Stunden vor Schluss tüchtig Gas gegeben. Wir hatten ein fehlerloses Rennen und weder Unfallschäden noch technische Probleme zu beklagen und damit in letzter Konsequenz auch keine zusätzlichen Standzeiten - und das war der Schlüssel zum Sieg."

Der achtfache Le-Mans-Sieger Tom Kristensen erkannte die Niederlage von Audi fair an: "Es war ein großes Duell mit Peugeot, aber das französische Werksteam war einfach schneller, das müssen wir anerkennen - Gratulation an Peugeot! Das Siegerteam hatte zudem eine tolle Fahrerbesetzung, die sind wirklich ein makelloses Rennen gefahren!"

Lola Aston-Martin auf Rang vier der Gesamtwertung

Der Lola Aston-Martin, gefahren von Stefan Mücke, Thomas Enge und Jan Charouz, belegte hinter dem Audi R15 TDI einen hervorragenden vierten Platz im Gesamtklassement und gewann die inoffizielle Benziner-Wertung mit einem im positiven Sinne ereignislosen Rennen. Der deutsche Hersteller Porsche konnte sich mit einem Klassensieg in der kleinen Prototypenklasse für das dänische Essex-Team schadlos halten.

In der GT2-Klasse schaffte man jedoch trotz überlegener Rundenzeiten zum dritten Mal in Folge nicht den Sprung aufs Podest: Ferrari feierte in der GT2-Klasse einen überlegenen Vierfachsieg, nachdem sich der eine Porsche mit Benzinpumpendefekt und der zweite Hoffnungsträger mit Getriebeschaden abgemeldet hatten. In der großen GT-Kategorie holte Corvette einen überlegenen Doppelsieg.

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