Le Mans

Doppelpole für Audi

Foto: Audi 22 Bilder

Die Ingolstädter können sich beim 24 Stundenrennen in Le Mans (17. bis 18.6.) nur noch selbst schlagen. Ohne Mühe sicherten sich die Audi-Diesel-Prototypen in der Qualifikation auf dem 13,6 Kilometer langen Kurs die erste Startreihe.

Für Henri Pescarolo war das Abschlusstraining in Le Mans ein Schock. Nicht nur, dass seine beiden Autos die Bestzeiten des Testtages zwei Wochen zuvor nicht erreichten, Hauptkonkurrent Audi fuhr mit den beiden Diesel-Rennern vom Typ R10 auch noch deutlich schneller.

Ausgerechnet Rinaldo Capello, der im verregneten Mittwochstraining seinen R10 so verstümmelte, dass das Auto komplett neu aufgebaut werden musste, bedankte sich bei seinen Mechanikern mit einer Runde von 3:30,466 Minuten mit der Pole Position. "Das ist mein Geschenk an das Team, das gestern phantastisch gearbeitet hat. Sie haben mir derart Leid getan, dass ich richtig Probleme hatte, in der Nacht zu schlafen."

Audi demoralisierend

Das Audi-Schwesterauto fuhr der Deutsche Marco Werner mit nur 0,118 Sekunden Rückstand auf den zweiten Rang. Beide Audi fuhren ihre besten Zeiten in der letzten Qualifikation am Donnerstag (15.6.) kurz nach Trainingsbeginn um 22 Uhr.

Für die Konkurrenz demoralisierend: Audi verzichtete sowohl auf eine Qualifikationsabstimmung als auch auf Qualifikationsreifen. "Es hat sich wieder einmal bewahrheitet, dass man mit einem guten Rennauto auch eine schnelle Qualifikationsrunde fahren kann", sagte Technik-Chef Ralf Jüttner.

Die beiden Pescarolo-Judd belegten mit rund zwei Sekunden Rückstand hinter den Audi die Ränge drei und vier. Für Henri Pescarolo bleibt im Rennen nur die Hoffnung, dass die Vorjahressieger durch technische Probleme gebremst werden.

Aston Martin schlägt Corvettes

In der kleinen Prototypen-Klasse sicherte sich die Lola-Mannschaft um Andy Wallace die Bestzeit. Bei den Sportwagen der GT1-Kategorie ging der erste Schlagabtausch an die beiden Aston Martin, die den Werks-Corvette das Nachsehen gaben. In der seriennahen GT-Klasse fuhr der Porsche 911 mit Romain Dumas die schnellste Runde. Teamkollege Luca Riccitelli warf das Auto kurze Zeit später in den Esses in die Begrenzung. Bis zum Rennen am Samstag um 17 Uhr soll der GT3 aber wieder fit sein.

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