McLaren

50.000 Dollar Strafe

Foto: dpa

McLaren-Mercedes kann aufatmen. Der Rennstall kam in der Getriebeaffäre mit einem blauen Auge davon. McLaren muss eine Strafe von 50 000 Dollar zahlen, behält aber den Sieg von Lewis Hamilton beim GP Ungarn und den vierten Rang von Fernando Alonso.

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McLaren hatte die FIA zwar am Donnerstag vor dem Rennen in Budapest über den Einsatz eines neuen, leichteren Getreiebegehäuses informiert, nicht aber über den exakten Umfang der Änderungen. McLaren-Ingenieure behaupteten, dass diese Änderungen nicht von Bedeutung für die Steifigkeit des Getriebes wären. Da die Zeit für eine genaue Überprüfung knapp wurde, erlaubte der technische Chefkommissar Jo Bauer McLaren den Einsatz des Leichtgewicht-Getriebes.

Kurzfristige Veränderungen

Erst am 21. August, zwei Wochen nach dem GP Ungarn bekam die FIA endgültige Informationen, was tatsächlich am Getriebe geändert worden war. McLaren hatte das Getriebegehäuse ursprünglich für die früheren Crashtestnormen konzipiert. Bis zum letzten Jahr erfolgte der Crashtest mit dem Heck voran mit einer Geschwindigkeit von 15 Meter pro Sekunde. Seit diesem Jahr wurde die Aufprallgeschwindigkeit auf elf m/s herabgesetzt. Das Gehäuse ist bei McLaren ein Mix aus Titanguss und Karbonstrukturen. Weil man für den aktuellen Crashtest überflüssiges Material an Bord hatte, reduzierte McLaren diverse Kohlefaseranteile in dem Materialverbund.

Die FIA wollte aufgrund der neuen Informationen auf Nummer sicher gehen und beantragte einen neuen Crashtest. McLaren bestand den Test am 30. August und bewies somit nachträglich, dass die Autos in Ungarn legal waren. Die Kommissare argumentierten jedoch, dass McLaren mit seiner Informationspolitik der FIA die Chance nahm, vor dem Einsatz in Ungarn einen Crashtest anzusetzen. Deshalb gab es eine Geldstrafe.

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