McLaren

Einspruch gegen Punktabzug

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Entgegen ersten Verlautbarungen der Teamleitung hat sich McLaren am Dienstag (7.8.) nun doch dazu entschlossen, gegen den Punktabzug vom Rennen in Budapest in Berufung zu gehen.

Noch kurz vor dem Grand Prix von Ungarn äußerten die McLaren-Chefs, dass man die Strafe wohl ohne Widerspruch annehmen werde. Da noch kein Team jemals ein solches Berufungsverfahren gewinnen konnte, wollte Ron Dennis wegen der geringen Erfolgschancen eigentlich auf eine Berufung verzichten. Auch Norbert Haug gab sich nach dem Budapest-Rennen noch großzügig: "Meine Position ist ziemlich klar, dass wir da Schwamm drüber sagen sollten".

Nachdem die McLaren-Anwälte jedoch noch einmal die Beweise durchgegangen sind, beantragte die Motorsportabteilung des englischen Automobilverbands RAC im Namen von McLaren die Neuverhandlung. Der Rennstall hat allerdings noch die Möglichkeit, die Berufung jederzeit zurückzuziehen. McLaren müsste dann nur die Bearbeitungsgebühr in Höhe von 6.000 Euro bezahlen.

Schuldfrage ungeklärt

Noch immer ist nicht genau geklärt, wer dafür verantwortlich ist, dass Fernando Alonso seinen Teamkollegen Lewis Hamilton beim Qualifying blockiert hat. Dass der Spanier dabei eigenmächtig gehandelt hat, ist eher unwahrscheinlich. Er konnte aus seinem Cockpit kaum einschätzen, wie lange er warten muss, um Hamilton die Chance zum Konter zu nehmen.

Spekuliert wird momentan, dass McLaren seinen Nachwuchsfahrer mit der Aktion bestrafen wollte. Dennis ordnete im letzten Abschnitt des Qualifyings an, dass Hamilton seinen Teamkollegen überholen lassen solle, was aber vom Engländer ignoriert wurde. Nach Ansicht der Stewards waren wohl beide involviert - sowohl das Team als auch Alonso. Deshalb wurde der Spanier auch zurückversetzt und McLaren mit Punktabzug bestraft.

Entscheidung wohl nicht vor September

Wann der Fall bei der FIA verhandelt wird, ist noch nicht klar. Es ist aber kaum zu erwarten, dass sich noch vor dem nächsten Grand Prix in der Türkei (26.8.) etwas tut. Wie der Formel 1-Zirkus befinden sich auch die internationalen Richter momentan im Sommerurlaub.

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