McLaren entschuldigt sich

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McLaren hat sich am Donnerstag (13.12.) öffentlich bei Ferrari und bei der FIA entschuldigt. Nach Angaben der Briten seien die geheimen Ferrari-Informationen mehr Mitarbeitern bekannt, als man zu Beginn des Verfahrens mitgeteilt hatte.

Diese Erkenntnis hätten allerdings erst die FIA-Untersuchungen ans Tageslicht gebracht und sei McLaren nach eigenen internen Nachforschungen nicht bekannt gewesen. Der britische Rennstall hat der FIA daraufhin am 5. Dezember einen offiziellen Entschuldigungsbrief geschrieben.

Schuldeingeständnis von McLaren

Außerdem gab McLaren nun zu, dass die ganze Situation hätte verhindert werden können, hätte man Ferrari und die FIA direkt informiert, als die ersten Informationen über einen Kontakt von Nigel Stepney intern bekannt wurden. "Die ständigen neuen Enthüllungen haben uns selbst in Verlegenheit gebracht", schrieb der Rennstall in einem offiziellen Statement.

Um sich nicht noch einmal selbst in solch eine Situation zu bringen hat McLaren angekündigt, seine internen Prozesse noch einmal zu überprüfen und zu verbessern. Als Ausrede für die ungenügenden internen Untersuchungen führte McLaren im Brief an die FIA allerdings auch an, dass man sich in einer intensiven Phase der Saison und unter Zeitdruck befand.

Konsequenzen für 2008

Um jeglichen Verdacht der Vorteilnahme für die kommende Saison auszuschließen und eine Bestrafung zu verhindern, kündigten die Briten an, auf spionageverdächtige Technologien zu verzichten. So werden die Reifen der Silberpfeile nicht mit CO2-Reifengas befüllt, dessen Nutzen allerdings umstritten ist. Auch die Systeme zur manuellen Verstellung der Bremsbalance ("Quickshift") und zur Regelung des Druckauf- bzw. Abbaus im Bremszylinder ("Fast Fill") kommen nicht zum Einsatz.

McLarens Kniefall vor der Motorsportorganisation waren scheinbar durch den belastenden Report der FIA Untersuchungskommission notwendig geworden. Die FIA hatte 20 wichtige Ingenieure befragt und 22 Computer des zentralen McLaren Netzwerks durchsucht. Insgesamt wurden 1,4 Terrabyte an Daten gesichtet. Als Teil der Entschuldigung akzeptierte der Rennstall auch die Übernahme der Untersuchungskosten.

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