McLaren-Geld an andere Teams

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Bei einem Treffen der Teamchefs in Spa soll Bernie Ecclestone erklärt haben, dass der Teil der McLaren-Strafe, der sich aus den TV-Geldern und Startgebühren berechnet, nicht an den Weltverband geht, sondern unter den restlichen Teams aufgeteilt wird.

Und zwar zu den Proportionen, die den Teams aufgrund ihrer WM-Position und Formel 1-Zuhehörigkeit zusteht. Ferrari bekommt also am meisten von den geschätzten 50 bis 60 Millionen Dollar ab. Eine zusätzliche Ohrfeige für McLaren, die sich weiter als zu hart bestraft betrachten.

Keine Solidarität

Teilnehmer der Konferenz berichten, dass Bernie Ecclestone den Teamchefs vorgeschlagen habe, man könne McLaren als Zeichen der Solidarität den Extrabonus zurückzahlen. Alle Hände blieben unter dem Tisch. Wenn es ums Geld geht, ist sich in der Formel 1 jeder selbst der nächste. Die Differenz zwischen McLarens virtueller Ausschüttung aus Ecclestones Kasse und 100 Millionen Dollar, geht an den Weltverband und wird da vermutlich für Projekte im Dienste der Straßensicherheit eingesetzt.

Obwohl McLaren-Mercedes nach dem Urteil leise Töne anschlug, schießt FIA-Präsident Max Mosley scharf gegen die Silberpfeile. Im Fernsehen meinte der Engländer: "Ich hätte McLaren härter bestraft und für einen Ausschluss für 2007 und 2008 plädiert." Auf welchem Trip ist der Präsident. Wenn er argumentiert, dass Juristen ein härteres Urteil gefällt hätten als die juristisch unbedarften Weltratsmitglieder, dann irrt er. In der Szene verdichtet sich immer mehr der Eindruck, dass die sogenannten Beweise nicht ausreichen, McLaren derart hart zu bestrafen.

FIA wurde ausreichend informiert

McLaren-Chef Ron Dennis ging nicht auf die Provokation ein: "Ich möchte feststellen, dass wir von Anfang an voll mit der FIA zusammengearbeitet haben. Als mir Alonso von möglichen Beweisen erzählte, habe ich sofort Max Mosley informiert." McLaren-Direktor Martin Whitmarsh hielt ebenfalls den Ball flach: "Darüber, ob die Strafe gerecht ist oder nicht, haben andere zu urteilen. Uns kann man sicherlich vorwerfen, dass es ein Teammitglied gab, bei dem die Ferrari-Dokumente gefunden wurden."

Und wer wirft Ferrari ein lückenhaftes Sicherheitssystem vor? Es ist nicht das erste Mal, dass Geheim-Material aus der Fabrik in Maranello geschmuggelt wurde. 2004 haben zwei Ferrari-Ingenieure ein Windkanal-Simulationsprogramm zu Toyota mitgenommen.

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