McLaren

Haug fordert Respekt und Professionalität

Foto: dpa

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hat die beiden Streithähne Lewis Hamilton und Fernando Alonso in die Pflicht genommen. "Beide werden sich respektieren und professionell im Interesse des Teams wie in ihrem eigenen miteinander umgehen", sagte Haug.

Die WM-Chancen in der Formel 1 sieht er durch die Dauerfehde der hochbezahlten Angestellten aber nicht gefährdet: "Unsere Gegner befinden sich außerhalb, nicht innerhalb des Teams", meinte er vor dem Großen Preis der Türkei in Istanbul am Sonntag (26.8.).

McLaren schottet Fahrer ab

Doch wie ernst die Verantwortlichen den Streit der beiden WM-Führenden zu nehmen scheinen, zeigte sich am Donnerstag (23.8.) vor dem Rennen am Bosporus. An dem traditionellen Pressetag drei Tage vor einem Grand Prix waren keine Auftritte der Betroffenen mit den Medien geplant. Nur Alonso tauchte für einen Sponsor am Vormittag bei einem Kartrennen mit türkischen Kindern auf.

Am Nachmittag soll es im Interkonti-Hotel in Budapest zu einer Aussprache kommen. Vor dem Gespräch wollte Haug aber nichts von einem Vermittlungsversuch wissen. "Wir sprechen hier sicher nicht von Vermittlungsversuchen, sondern von teaminternen Regeln. Diese sind allerdings wie gesagt intern und können deshalb nicht in den Medien diskutiert werden."

Fahrer haben Fehler gemacht

Verständnis für die Situation seines fahrenden Personals zeigte Haug aber schon: "Sie sind Teamkollegen und derzeit unmittelbare Rivalen auf Platz eins der WM-Wertung, verständlich, dass beide bei dieser Ausgangssituation nicht gegenseitig von sich behaupten, die dicksten Freunde zu sein - wer um Platz fünf und zehn fährt, hat es leichter, gut Freund zu sein." Bei der Eskalation des Streits im Qualifying von Budapest hätten beide Fahrer Emotionen gezeigt und Fehler gemacht, meinte Haug.

Die Gerüchte um einen vorzeitigen Abschied von Alonso nach nur einem Jahr bei den Silbernen wollen indes nicht enden. Angeblich wittere Alonsos Ex-Team Renault die Chance, seinen Vorzeigefahrer zurückzuholen, mit dem es 2005 und 2006 die Titel gewann. Und auch Hamilton wurde mit Erzrivale Ferrari, mit dem McLaren-Mercedes auch in der Spionage-Affäre verwickelt ist, in Verbindung gebracht.

Kein Fahrerwechsel geplant

"Unsere Fahrer haben langjährige Verträge mit Vodafone McLaren Mercedes, und sie wie wir wollen diese erfüllen", stellte Haug klar. Dass Begehrlichkeiten der Konkurrenz zu Gerüchten führen können, gehöre offensichtlich zur Formel 1. Es wäre schlecht, wenn McLaren-Mercedes Piloten beschäftigen würde, "die für unsere Konkurrenten nicht erstrebenswert sind". Er geht ohnehin davon aus, dass auch im kommenden Jahr Hamilton und Alonso für die Silberpfeile auf Titeljagd gehen: "Exakt so steht es in den gültigen Verträgen."

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