McLaren Rechnung geht nicht auf

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McLaren-Direktor Martin Whitmarsh glaubt, dass Lewis Hamilton den GP Ungarn gewonnen hätte, wenn ihm nicht in der 41. Runde der linke Vorderreifen um die Ohren geflogen wäre. Auch wenn Felipe Massa nicht mit Motorschaden hätte ausscheiden müssen.

Whitmarsh stützt sich auf folgende Rechnung: "Massa kam eine Runde früher als Lewis zum ersten Tankstopp. Wir konnten also auf Ferraris Tankzeit reagieren und haben Lewis deutlich mehr Benzin mit auf die Reise gegeben. Trotz der höheren Spritladung war Lewis im zweiten Abschnitt schneller unterwegs. Wir hätten also durch das längere Fahren bis zum zweiten Stopp den Rückstand auf Massa wettmachen können."

Kein Aufholen erkennbar

Da hat der McLaren-Direktor falsch gerechnet. Hamilton stand eine Sekunde länger an der Zapfsäule. Das sind zwölf Liter extra. Da er eine Runde später an die Boxen kam hätte der Engländer fünf Runden länger als Massa fahren können. Doch von einem Vorteil für McLaren im zweiten Abschnitt kann keine Rede sein. Man muss sich nur die letzten vier Runden vor Hamiltons Reifenplatzer anschauen und diese mit Massa vergleichen.

Dabei geht es um die Umläufe 37 bis 40: Zu dem Zeitpunkt waren beide Piloten bereits länger auf gebrauchten Reifen unterwegs, Hamiltons Gewichtsnachteil wirkte sich dadurch nicht mehr so entscheidend aus. In Runde 37 hatte Massa einen Vorsprung von 3,769 Sekunden auf den McLaren-Piloten. Vier Runden später waren es 5,013 Sekunden. Der Brasilianer gewann also pro Runde 0,311 Sekunden auf seinen Verfolger. Von einem Vorteil für McLaren-Mercedes ist da nichts zu sehen.

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