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Mercedes AMG GT4

Silberpfeil für Einsteiger

Mercedes AMG GT4 - 2017 Foto: Mercedes 14 Bilder

Mercedes bietet mit dem AMG GT4 ein neues Einstiegsmodell für private Rennteams. Der Kundensportler basiert auf dem AMG GT-R und soll noch in diesem Jahr bei ausgewählten Rennen zum Einsatz kommen.

25.07.2017 Tobias Grüner 2 Kommentare

Die DTM spielt in den Plänen von Mercedes keine Rolle mehr. Dafür boomt der GT-Bereich. Neben dem AMG GT3 erweitern die Stuttgarter ihr Kundensport-Programm nun noch mit einem GT4-Renner – ebenfalls auf Basis des AMG GT. Allerdings ist das GT4-Modell deutlich näher an der Serie und damit günstiger.

Angetrieben wird die Rennversion vom 4,0 Liter Biturbo-V8-Motor, der auch beim Straßenmodell zum Einsatz kommt. Je nach Balance-of-Performance-Einstufung soll das Triebwerk bis zu 510 PS und ein Drehmoment von über 600 Nm zur Verfügung stellen. Damit die Leistung auch wieder eingefangen wird, kommt eine leistungsstarke Renn-Bremsanlage mit vielfach einstellbarem ABS zum Einsatz.

Mercedes AMG GT4 bekommt Aero-Paket

Geschaltet wird über ein sequenzielles 6-Gang-Rennsportgetriebe, das in Transaxle-Bauweise an der Hinterachse montiert ist. Ein von außen einstellbares Sperrdifferenzial gehört ebenfalls zum GT4-Umbau. Mercedes verspricht eine hohe Wartungsfreundlichkeit beim kompletten Antriebsstrang. Ein Sicherheitstank mit 120 Liter Volumen sorgt dafür, dass der Sprit auf der Strecke nicht so schnell ausgeht.

Mercedes AMG GT3 Edition 50 - Rennwagen - Sondermodell - Motorsport - V8 Saugmotor Mercedes AMG GT3 Edition Ein Rennwagen ohne Fesseln

Auch eine kleine Diätkur musste das Serienmodell bei der Umwandlung in die Rennversion über sich ergehen lassen. Karosserieteile wie Motorhaube, Frontschürze, Flics oder Splitter sind aus Carbon gefertigt. So kommt der Renner auf ein Leergewicht von ca. 1.390 Kilogramm. Ein weiteres GT4-spezifisches Bauteil ist der große Heckflügel, der wie die restliche Aerodynamik intensiv im Windkanal erprobt wurde.

Auch das Cockpit hat mit der Serienversion nicht mehr viel zu tun. Das Lenkrad erinnert mehr an einen Formel 1-Renner als an ein Straßenauto. Das Display zeigt nur die nötigsten Informationen an, die der Fahrer zur Überwachung der Systeme benötigt. Die Pedalerie ist einstellbar. Mercedes betont außerdem die gute Durchströmung des Innenraums mit Frischluft. Optional sei der GT4 aber auch mit Klimaanlage erhältlich.

Renndebüt des GT4 noch 2017

Die Sicherheitsausstattung leiht sich der GT4 von seinem GT3-Bruder. Ein verschraubter Überrollkäfig aus Stahl, HANS-kompatible Rennsportsitze, eine Bergungsluke im Dach und eine Feuerlöschanlage sollen den Fahrer im Fall der Fälle vor gröberen Verletzungen schützen.

Unter anderem mit Ex-DTM-Champion Bernd Schneider am Steuer absolviert der Mercedes AMG GT4 in den kommenden Monaten noch ein intensives Testprogramm. Einen 30-Stunden-Dauertest auf dem Lausitzring hat der neue Kundensportler bereits hinter sich. Noch in diesem Jahr plant Mercedes den Einsatz bei ausgewählten Testrennen.

Am Ende des Jahres sollen die ersten Modelle dann an die Kunden ausgeliefert werden, so dass der Mercedes schon 2018 im direkten Duell auf die Konkurrenz von Audi (R8 GT4), BMW (M4 GT4) und Porsche (Cayman GT4) antreten kann. Auch der Preis steht schon fest. Mercedes verlangt für das komplette Auto 198.850 Euro (plus Mehrwertsteuer).

Neuester Kommentar

Streut dann die Leistung beim Renn AMG GT4 genauso nach unverschämt nach oben, wie bei den Straßenversionen?

cossi 28. August 2017, 20:54 Uhr
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