Mitsubishi

Dakar schon verloren?

Foto: Mitsubishi

Glaubt man der eigenen Einschätzung der Mitsubishi-Mannschaft vor der Rallye, dann ist die 29. Ausgabe des Wüstenklassikers für die Seriensieger bereits verloren.

Der Wettbewerb zwischen Mitsubishi und VW sei so knapp, dass schon eine Reifenpanne die Dakar 2007 entscheiden könne, hieß es vor der Dakar aus dem Mitsubishi-Lager - eine Einschätzung, die man auch bei VW teilt. Nun, nach vier Etappen hat die siegverwöhnte Mitsubishi-Truppe bereits zwei Nackenschläge hinter sich, und es betraf ausgerechnet die größten Hoffnungsträger.

Vorjahressieger Luc Alphand kassierte schon auf der ersten Etappe einen Plattfuß und verlor zehn Minuten. Auf der vierten Etappe traf er einen Felsbrocken und beschädigte abermals einen Reifen. Er liegt mit 16 Minuten Rückstand auf Rang sieben.

Stéphane Peterhansel: "Kein Glück in Marokko"

Teamkollege Stéphane Peterhansel hielt als Vierter nach drei Tagen noch den Kontakt zur Spitze, doch ausgerechnet der erfolgreichste aller Wüstensöhne fuhr sich auf den letzten Kilometern der ersten Dünenetappe drei Mal fest und verbrannte seine Kupplung.

"Irgendwie bringt mir Marokko kein Glück, ich weiß auch nicht warum", sagte Peterhansel. Immerhin konnte der Franzose den Schaden begrenzen. Da die Kupplung im Pajero Evo außerhalb des Getriebes montiert ist, ließ sie sich in 25 Minuten wechseln, wo andere Teams Stunden benötigt hätten.

Hiroshi Masuoka fuhr sich am Dienstag gleich zwei Reifen platt (Platz fünf mit 12:49 Minuten Rückstand), so erweist sich ausgerechnet der unerfahrendste Auto-Lenker im Team als größte Hoffnung. Nani Roma hält mit 11:44 Minuten als Vierter noch am ehesten Kontakt zur Spitze.

Dominique Serieys: "Die Rallye ist lang"

Vor der Rallye hieß die Parole noch: Möglichst nah an VW dranbleiben und die Wolfsburger vor den großen Sandetappen in Mauretanien unter Druck halten, nun kommen andere Töne von Teamchef Dominique Serieys: "Es läuft nicht so schlecht. Wir haben drei Autos in Schlagdistanz zur Spitze, und wir werden genauso weitermachen. Dies ist eine lange Veranstaltung. Wenn wir nach Mauretanien kommen, reden wir nicht mehr über fünf oder zehn Minuten Zeitverlust sondern viel mehr."

Trotz des großen Zeitverlusts teilt Stéphane Peterhansel den Optimismus des Teamchefs, hatte er doch den beiden führenden VW-Männern vor seiner Panne ordentlich eingeschenkt: "Ich habe gestern Carlos (Sainz) überholt, als er sich verfuhr und Giniel (de Villiers), als er anhielt, um seinen Kühler zu reinigen. Ich weiß also, dass wir schnell genug sind, um unsere Rivalen auch in diesem Jahr zu schlagen."

Tatsächlich lag Peterhansel kurz vor dem Ziel der vierten Etappe knapp achteinhalb Minuten vor Sainz und hätte so mit über zwei Minuten Vorsprung die Führung übernehmen können. Doch Tatsache ist: Am Ende blieb Platz neun und 24 Minuten Rückstand.

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